Nach Hygiene-Skandal Burger King kündigt 89 Ekel-Filialen

Im Mai hatte die Yi-Ko Holding für einen Hygieneskandal gesorgt - nun trennt sich Burger King vom umstrittenen Franchisenehmer. Neben erneuten hygienischen Problemen geht es vor allem um schlechte Arbeitsbedingungen.
Verabschiedet sich vom umstrittenen Franchisenehmer Yi-Ko: die Fastfood-Kette Burger King

Verabschiedet sich vom umstrittenen Franchisenehmer Yi-Ko: die Fastfood-Kette Burger King

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München - Nach dem Wirbel um Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen greift die Fastfood-Kette Burger King durch: Der größte deutsche Franchise-Nehmer Yi-Ko Holding müsse den Betrieb in allen 89 Burger-King-Restaurants einstellen, die Verträge würden mit sofortiger Wirkung gekündigt, teilte Burger King Europe am Mittwoch in München mit. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

"Diese schwierige, jedoch notwendige Entscheidung wurde getroffen, nachdem sich die Yi-Ko wiederholt nicht an die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen für ihre 3000 Restaurant-Mitarbeiter gehalten hat", hieß es in der Mitteilung. Zu Burger King gehören in Deutschland rund 700 Restaurants.

Im Mai hatte Yi-Ko mit Hygienemängeln für einen Skandal gesorgt. Nun hat Burger King erneut Missstände beim Franchisenehmer festgestellt. Laut "Bild"-Interview mit BK-Deutschlandchef Andreas Bork hat Yi-Ko Urlaubsgelder und Zuschläge einbehalten sowie Gehälter im Krankheitsfall erst verspätet ausgezahlt. In einzelnen Filialen habe es erneut hygienische Probleme gegeben.

luk/dpa