Gründer von Canopy Growth Cannabis-Pionier Bruce Linton investiert in Münchener Firma

Einer der weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Cannabis-Manager steigt bei der Münchener Firma Synbiotic ein. Auslöser für das Investment von Bruce Linton sind die Legalisierungspläne in Deutschland.
Bruce Linton ist Gründer und ehemaliger CEO des Cannabisunternehmens Canopy Growth

Bruce Linton ist Gründer und ehemaliger CEO des Cannabisunternehmens Canopy Growth

Foto: Simon Dawson / Bloomberg via Getty Images

Der Cannabis-Unternehmer Bruce Linton (54) hat einen Anteil an der Münchener Cannabisfirma Synbiotic erworben und übernimmt dort den Vorsitz im neu geschaffenen Beirat. "Ich sehe ein enormes Potenzial auf dem europäischen Markt, insbesondere aufgrund der kürzlich angekündigten Legalisierung in Deutschland," sagt Linton.

Der Unternehmer ist einer der bekanntesten Cannabis-Manager. Er hat die Cannabisfirma Canopy Growth gegründet und baute sie zum weltweit größten Anbieter aus. Das manager magazin war schon 2018 zu Besuch bei dem größten Dealer der Welt. Im Jahr 2019 wurde Linton allerdings auf Druck von Canopy-Großaktionär Constellation Brands abgelöst. Inzwischen gilt er als treibende Kraft hinter der Gründung mehrerer milliardenschwerer Cannabis-Unternehmen, von denen einige unter anderem an der NYSE und Nasdaq notiert sind.

Mit seiner Investition bei der letzten Finanzierungsrunde von Synbiotic im Oktober und der Option, weitere Anteile zu erwerben, kann Linton seinen Anteil auf etwa 5 Prozent ausbauen. Er wird kein festes Bargehalt beziehen, sondern abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses und Zielen vergütet.

Synbiotic hat sich auf medizinisches und diätisches Cannabis konzentriert und will das frische Geld angesichts der zunehmenden Legalisierung von Cannabis in seine Expansion investieren. In Europa geht es um einen Markt von bis zu 80 Milliarden Euro. Ende Oktober hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59; SPD) ein Eckpunktepapier für die Pläne einer Cannabis-Legalisierung vorgestellt und angekündigt, zunächst von der EU-Kommission prüfen zu lassen, ob die Pläne mit Europarecht vereinbar seien. Demzufolge soll Erwachsenen der Kauf und der Besitz von bis zu 30 Gramm Marihuana erlaubt werden.

sio
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