Freitag, 19. April 2019

Blue Bottle Coffee Der Starbucks-Schreck

Blue Bottle Coffee: Kaffee-Kunst mit Tech-Millionen
Blue Bottle Coffee

Im Silicon Valley gilt Blue Bottle schon lange als das "Apple" der Kaffeewelt. Jetzt setzt die mit Tech-Millionen gepimpte Kaffeehauskette zum Angriff auf den Rest der Welt an.

Hamburg - Die Ankündigung ist freundlich-jovial gehalten, wie in Tech-Kreisen üblich. Starbucks-Chef Howard Schultz dürfte sie dennoch das Blut in den Adern gefrieren lassen. "Liebe Freunde", schreibt da die Kaffeehauskette Blue Bottle in ihrem Blog. "Wir freuen uns, ankündigen zu können, dass wir dabei sind, den Kauf sowohl von Tonx, dem Marktführer auf dem Gebiet digitaler Kaffee-Abos, als auch des gefeierten Rösters und Ladens Handsome in Los Angeles verkünden zu können."

Was Blue Bottle da in wenigen Zeilen ankündigt, könnte der Beginn einer Kaffee-Revolution sein, wie sie mit Starbucks Ende der 80er in Seattle begann. Der Siegeszug einer "dritten Generation" von Kaffeehausketten, die sich auf die Wurzeln der Kaffee-Kultur besinnt, statt "Venti Cinnamon Dolce Latte", "Tall Iced Hazelnut Macchiato" oder "Iced White Chocolate Mocha" zu verkaufen.

Ein Coffee-Shop, der den Geschmack der frisch gerösteten Bohnen in den Vordergrund stellt - ohne Wifi und tiefe Sessel - aber dafür mit Kaffee in einer für viele ungekannten Qualität.

An der Westküste gilt Blue Bottle Coffee, deren Namen eine Hommage an das legendäre Kaffeehaus "Zur blauen Flasche" in Wien ist, schon lange als das "Apple" der Kaffeewelt. Hier, schreibt "Fortune", werde der Ferrari des Kaffees gebraut. Sei Blue Bottle eine 1955 Alfa Romeo Giulietta, gehe Starbucks gerade einmal als "altes Honda-Akkord-Modell" durch.

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