Produktionsbeginn 2023 Birkenstock startet 100-Millionen-Neubau

Um seine Produktionskapazität zu erweitern, investiert der Schuhersteller Birkenstock 100 Millionen Euro in Mecklenburg-Vorpommern. Die gestiegenen Bau- und Rohstoffpreise verteuern den Neubau um gut ein Viertel.
Gefragte Sandalen: Birkenstock beginnt mit dem Neubau in Pasewalk, in dem neuen Produktionswerk sollen bis zu 1000 Menschen einen neuen Job finden

Gefragte Sandalen: Birkenstock beginnt mit dem Neubau in Pasewalk, in dem neuen Produktionswerk sollen bis zu 1000 Menschen einen neuen Job finden

Foto: © Ina Fassbender / Reuters/ REUTERS

Nach drei Monaten Planung hat die Birkenstock Group mit dem Bau ihres neuen Werkes in Pasewalk begonnen. Wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag sagte, haben im Industriepark Berlin-Szczecin Erdarbeiten begonnen, sodass im August 2022 der Grundstein gelegt werden kann. Der in Rheinland-Pfalz ansässige Schuhhersteller will rund 100 Millionen Euro in Pasewalk investieren, um die Produktion stark zu erweitern. Die Kosten liegen wegen der enorm gestiegenen Bau- und Rohstoffpreise nun um rund 25 Prozent höher als zunächst geplant.

"Es ist die größte Investition der Firmengeschichte", sagte der Sprecher. Birkenstock will in Pasewalk an den Autobahnen 20 und 11 unter anderem Sandalen mit orthopädischem Fußbett herstellen. Die Produktion soll im zweiten Halbjahr 2023 mit 400 bis 500 Leuten starten. Der erste Mitarbeiter für die Technikabteilung sei bereits eingestellt. Insgesamt sollen etwa 1000 Arbeitsplätze entstehen, hieß es. Die Suche nach Produktionsmitarbeitern soll 2023 intensiv starten.

Die Birkenstock-Gruppe hat nach eigenen Angaben weltweit 5500 Mitarbeiter und 16 Standorte in Deutschland. Das Unternehmen ist vor allem für Sandalen und Schuhe bekannt.

Im Februar vergangenen Jahres war die französisch-amerikanische Beteiligungsgesellschaft L Catterton und der Milliardär Bernard Arnault (73) bei dem deutschen Schuhhersteller eingestiegen. Das manager magazin hatte bereits im Vorfeld über den bevorstehenden rund vier Milliarden Euro schweren Deal berichtet. Birkenstock hatte schon damals erklärt, die Produktion werde in Deutschland bleiben, eine Verlagerung nach Asien werde es nicht geben.

rei/dpa-afx
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