AB Inbev sortiert sich offenbar neu Brauerei-Riese will Hasseröder und Diebels loswerden

Ostdeutsche Traditionsmarke: Das Bier der Marke Hasseröder steht offenbar genauso zum Verkauf wie die Altbiermarke Diebels

Ostdeutsche Traditionsmarke: Das Bier der Marke Hasseröder steht offenbar genauso zum Verkauf wie die Altbiermarke Diebels

Foto: Matthias Bein/ picture alliance / dpa

Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev will sich in Deutschland von zwei Traditionsmarken trennen. Das vor allem in Ostdeutschland beliebte Pils-Bier Hasseröder und die Altbierbrauerei Diebels stehen zum Verkauf.

"Wir sprechen mit einer begrenzten Zahl von Investoren, die eine fokussiertere Strategie für diese Marken fahren können", bestätigt ein Unternehmenssprecher der Zeitung "Die Welt". Man befinde sich dabei aber noch in einem sehr frühen Stadium.

Nach der erfolgten Übernahme von SABMiller sortiert sich der belgische Bierkonzern neu. Ebenso läuft derzeit eine Portfolio-Bereinigung. Hasseröder und Diebels werden laut der Zeitung schon seit einiger Zeit als Sorgenkinder gesehen.

Hasseröder ist nach Angaben der Zeitung mit 2,1 Millionen Hektolitern die fünftgrößte Biermarke in Deutschland. Die Biersorte leidet unter seinem Image als Angebotsbier, sagten Experten der Zeitung. In Summe werden schon drei Viertel der Biermenge in Deutschland über Sonderangebote abgesetzt, heißt bei der Beratungsgesellschaft Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). "Damit ist Bier heute nicht teurer als vor zehn Jahren", sagte W&P-Experte Jürgen Michael Gottinger der Zeitung.

dpa-afx
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