Freitag, 21. Februar 2020

Vorwürfe sexueller Belästigung Kleidungskonzern American Apparel feuert seinen Gründer und Chef

Nichts mehr zu melden: American-Apparel-Gründer Dov Charney
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Nichts mehr zu melden: American-Apparel-Gründer Dov Charney

American Apparel gehört neben H&M und Zara zu den Klamotten-Ausrüstern der Jugend weltweit. Gründer und Chef Dov Charney muss nun trotzdem gehen. Seit Jahren laufen gegen ihn Klagen wegen sexueller Belästigung.

Hamburg - Trend-Kleidungshersteller American Apparel trennt sich von seinem umstrittenen Chef und Gründer. Dov Charney sei mit sofortiger Wirkung nicht mehr Chairman des Unternehmens,teilte American Apparel am späten Mittwoch mit. Nach einer vorgeschriebenen 30-tägigen Frist müsse er zudem von seinen Posten als CEO und President zurücktreten.

Gegen Charney wird derzeit wegen Vorwürfen sexueller Belästigung ermittelt. Auch in der Vergangenheit war er mehrfach Ziel von Klagen geworden: Im Jahr 2011 hatte eine ehemalige Angestellte ihm etwa vorgeworfen, sie als Teenager-Sexsklavin gehalten zu haben; er habe ihre Angst ausgenutzt, andernfalls ihren Job zu verlieren. Nun rückt CFO John Luttrell als Interims-CEO nach.

American Apparel, dessen Vorgängerunternehmen 1989 von Charney gegründet worden war, leidet derzeit unter schwachen Verkäufen, gleichzeitig drücken hohe Schulden. Das Unternehmen gab an, dass es nach dem Management-Wechsel in neue Gespräche mit seinen Gläubigern zur Verlängerung der Kreditlinie getreten sei. Bis Februar diesen Jahres hatte der Textilhersteller etwa 240 Millionen Dollar Schulden angehäuft.

luk/Reuters

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