Donnerstag, 19. September 2019

Das komplizierte Verhältnis zwischen DHL und seinem wichtigsten Kunden Warum DHL auf Distanz zu Amazon geht

Paketzusteller der Deutschen Post

4. Teil: Warum DHL trotzdem nicht überflüssig wird

DHL-Hub am Flughafen Leipzig/Halle in Schkeuditz
picture-alliance/ dpa
DHL-Hub am Flughafen Leipzig/Halle in Schkeuditz

Schließlich steht mit der günstigen und schnellen Lieferung für Amazon viel auf dem Spiel - auch finanziell. Satte 27,7 Milliarden Dollar hat Amazon im vergangenen Geschäftsjahr für Sortierung, Lieferzentren und Transport ausgegeben. Ein Anstieg um mehr als 70 Prozent gegenüber 2016. Damals waren es noch 16,2 Milliarden Dollar.

Prompte, günstige Lieferung sei für den Erfolg entscheidend, schreibt Amazon in seinem Jahresbericht für 2018. Schließlich könnten sich zu "hohe Kosten, schlechte Liefererfahrungen oder andere Schwierigkeiten negativ auf unser operatives Ergebnis und die Kundenerfahrung auswirken."

Eine Ergebnisorientierung, die mittlerweile auch bei DHL eingezogen ist. So stellt dem Onlinehändler Amazon laut einem Bericht der "Deutschen Verkehrszeitung" zeitweise ungenutzte Flieger oder freie Sortier- und Abfertigungsanlagen zur Verfügung.

"DHL ist klar, dass sie die Logistik-Pläne von Amazon in Deutschland und anderen Ländern nicht verhindert werden können", fasst Logistik-Berater Manner-Romberg. die Erkenntnis zusammen. Da nimmt man doch mit, was man kriegen kann.

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