Dienstag, 15. Oktober 2019

Probleme bei Mitarbeiter-Suche Amazon eröffnet zwei weitere Hauptsitze statt einem

Amazon-Chef Jeff Bezos

Der Online-Handelsriese Amazon wird Insidern zufolge nicht einen weiteren Hauptsitz eröffnen, sondern zwei. Statt Platz für bis zu 50.000 Mitarbeiter in einer Stadt zu schaffen, sollen nun die neuen Arbeitsplätze auf zwei Städte aufgeteilt werden, wie am Montag aus dem Umfeld der Planungen verlautete.

Hintergrund ist das Problem, genug qualifizierte Mitarbeiter im Technologie-Sektor zu finden. Mit dem Start der Standortsuche und den Investitionsplänen von rund fünf Milliarden Dollar vor gut einem Jahr hatte Amazon Börsen-Chart zeigen landesweit großes Interesse bei zahlreichen Städten ausgelöst.

Der Online-Händler mit Sitz in Seattle wollte sich nicht zu den Informationen äußern, über die zuerst das "Wall Street Journal" und die "New York Times" berichtet hatten. Eine Entscheidung könne noch in dieser Woche fallen, heißt es. Gute Aussichten haben demnach New York City, Dallas und Arlington im Bundesstaat Virginia.

Die Auswahl für die beiden neuen Hauptverwaltungen könnte helfen, neue Mitarbeiter im Konkurrenzkampf mit Rivalen wie Google Börsen-Chart zeigen zu gewinnen, mit denen Amazon in Bereichen wie Cloud Computing und sprachgesteuerte Technologie konkurriert. "Amazon geht dorthin, wo es nicht so viel mit Google und Facebook zu tun hat wie in San Francisco oder Seattle", sagt Alex Snyder, Analyst bei CenterSquare Investment Management.

Amazon hatte im vergangenen Jahr bekannt gegeben, einen Ort für einen weiteren Hauptsitz zu suchen. Das Unternehmen erhielt daraufhin 238 Bewerbungen. Im Januar gab Amazon dann eine Liste von 20 Favoriten raus, die geprüft werden sollten. Der US-Konzern beschäftigt derzeit 600.000 Menschen insgesamt.

la/ap/reuters/dpa

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