Protest gegen Arbeitsbedingungen Amazon kündigt Streik-Organisator - und gerät unter Druck

. Amazon: Wichtiger Versorger während der Krise - doch die Kritik an den Arbeitsbedingungen nimmt zu

. Amazon: Wichtiger Versorger während der Krise - doch die Kritik an den Arbeitsbedingungen nimmt zu

Foto: JASON REDMOND/ REUTERS

Dem weltgrößten Online-Händler Amazon  droht Ärger wegen der Kündigung eines Mitarbeiters, der einen Streik wegen angeblich schlechter Arbeitsbedingungen in der Corona-Krise mit organisiert hatte. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio gab am Dienstag (Ortszeit) bekannt, dass er eine Untersuchung des Vorfalls durch den Menschenrechtsbeauftragten der Stadt angeordnet habe.

Unterdessen ist auch in Michigan ein erneuter Streik bei Amazon geplant, um gegen die Arbeitsbedingungen der Mitarbeier in der aktuellen Corona-Krise zu protestieren.

Der in New York gefeuerte Mitarbeiter hatte eine Protestaktion mitgestartet, weil Amazon seine Angestellten in einem Warenlager im New Yorker Stadtteil Staten Island unzureichend vor dem Coronavirus schütze. Das Unternehmen streitet dies jedoch ab. Dem Mann sei gekündigt worden, weil er gegen Quarantäne-Auflagen verstoßen und dadurch Kollegen gefährdet habe, sagte ein Sprecher des Konzerns dem Sender CNBC.

Schrott und Fälschungen bei Amazon: Plattform außer Kontrolle 

Zuvor hatte bereits New Yorks mächtige Generalstaatsanwältin Letitia James die Entlassung als "unmoralisch und unmenschlich" bezeichnet und angekündigt, deshalb alle rechtlichen Optionen in Erwägung zu ziehen. Sie rief zudem die Arbeitsschutzbehörde National Labor Relations Board zu Ermittlungen auf.

Amazons Lieferdienste sind in der Corona-Pandemie wichtige Versorger in New York, standen aber wegen ihrer Arbeitsbedingungen zuletzt stark in der Kritik.

la/dpa
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