Freitag, 20. September 2019

Amazon-Chef bleibt reichster Mann der Welt Jeff Bezos und Ehefrau MacKenzie jetzt geschieden

Jeff and MacKenzie Bezos im Jahr 2018
Danny Moloshok/REUTERS
Jeff and MacKenzie Bezos im Jahr 2018

Am 5. Juli 1994 gründeten Jeff Bezos und seine Frau MacKenzie einen Online-Buchhandel und legten damit den Grundstein für Amazon, den aktuell zweiwertvollsten Konzern der Welt hinter Microsoft. Auf den Tag genau 25 Jahre später ist die Scheidung der beiden am vergangenen Freitag endgültig vollzogen worden.

Ein Gericht im Bezirk King County im US-Bundesstaat Washington habe die Trennung besiegelt, meldete die Agentur Bloomberg. Es ebnete damit den Weg für die Übertragung eines 38,3 Milliarden Dollar schweren Amazon-Aktienpakets an MacKenzie Bezos. Jeff Bezos behalte einen Firmenanteil in Höhe von 12 Prozent im Wert von 114,8 Milliarden Dollar und bleibe der reichste Mensch der Welt.


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Der Einigung zufolge erhält die 49-jährige MacKenzie Bezos fast 19,7 Millionen Amazon-Aktien, womit sie einen Anteil von 4 Prozent an Amazon hält. Die mit den Aktien verbundenen Stimmrechte sowie ihre Anteile an der Zeitung "Washington Post" und dem Raumfahrtunternehmen Blue Origin trat sie an ihren Ex-Mann ab.

Auf dem Milliardärsindex von Blomberg landet die Autorin somit auf Platz 22. Jeff MacKenzie Bezos hatte zuvor angekündigt, sie wolle den größten Teil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke spenden. Sie trat der Initiative Giving Pledge bei, in der sich wohlhabende Spender dazu verpflichten, mehr als die Hälfte ihres Reichtums für derartige Zwecke abzugeben.

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Bild: [M] AP, dpa

Jeff und MacKenzie Bezos hatten 1993 geheiratet und haben vier Kinder. Kurz nach der Hochzeit gründeten sie den Online-Versandhändler Amazon. Seither hat sich Amazon zu einem der weltweit größten Internet- und Technologiekonzerne entwickelt und eine Branche nach der anderen angegriffen. Kein Unternehmen auf der Welt ist derzeit wertvoller an der Börse als Amazon.

Abseits der Börse hat Amazon jedoch längst nicht nur Fans. Wegen umstrittener Arbeitsbedingungen gab es immer wieder Kritik, zudem wird dem Konzern vorgeworfen, mit seiner großen Marktmacht und seinen Niedrigpreisen den Einzelhandel zu zerstören.

Amazons mächtigster Feind sitzt indes im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump schießt immer wieder gegen den Konzern, den er unter anderem für die Finanznöte der US-Post verantwortlich macht. Als Hauptgrund für Trumps Argwohn gilt jedoch eher, dass er mit der US-Zeitung "Washington Post" auf Kriegsfuß steht, die häufig kritisch über ihn berichtet. Das Blatt befindet sich im Privatbesitz von Bezos.

rei/afp/Reuters

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