Sonntag, 22. September 2019

2000 neue Wohnungen geplant Warum Aldi unter die Wohnungsbauer geht

Abschied von den alten, einstöckigen Aldi-Märkten
Unternehmensgruppe ALDI Nord
Abschied von den alten, einstöckigen Aldi-Märkten

Mietwohnungen sind gerade in Großstädten ein rares Gut, jeglicher Raum wird dafür benötigt. Für Einzelhändler wird es dadurch zunehmend schwierig, geeignete Ladenfläche zu bekommen. Aldi Nord will diese zwei Probleme nun auf einen Schlag lösen: Der Discounter will in Berlin rund 2000 neue Wohnungen bauen.

"Das ist die Idee: Im Erdgeschoss ein Aldi-Markt und darüber Wohnungen", teilte Aldi Nord mit. 200 Wohnungen in Neukölln und Lichtenberg würden in Kürze gebaut, weitere 15 Standorte in der Hauptstadt habe man im Blick.

Aldi braucht für sein neues Konzept mit größerem Sortiment sowie frischem Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch größere Ladenflächen. Bis 2030 will Aldi Nord in Berlin mindestens 20 neue Filialen errichten. Die Verbindung mit Wohnungen dürfte es dem Unternehmen erleichtern, Baugenehmigungen zu bekommen. Denn der Senat will die oft nur eingeschossig bebauten Supermarktstandorte stärker für Wohnungen nutzen.

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Vor ähnlichem Hintergrund baut Aldi schon in Hamburg. Der Discounter will die Wohnungen eigenen Angaben zufolge nicht verkaufen, sondern vermieten. Das Unternehmen folgt damit einem Trend: Auch Lidl, Rewe und Edeka vermieten inzwischen Wohnungen über ihren Läden.

mg/dpa-afx

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