Einzelhandelskonzern Ahold spürt Preiskampf

Der Einzelhandelskonzern Ahold kämpft mit neuen Läden und einem Online-Schwenk gegen Preisverfall und Dollarschwäche. Umsatz und Gewinn der Niederländer kam dies im ersten Geschäftshalbjahr zugute.
Lebensmittelkette Albert Heijn: Konzernmutter Ahold baut Ladennetz aus

Lebensmittelkette Albert Heijn: Konzernmutter Ahold baut Ladennetz aus

Foto: Caroline Seidel/ dpa

Zaandam - Der niederländische Supermarktbetreiber Ahold hat sich im zweiten Quartal in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Der schwache US-Dollar und ein harter Preiswettbewerb in vielen Ländern setzten dem Konzern zu. Dank der Eröffnung neuer Läden auf dem Heimatmarkt und dem Ausbau des Online-Geschäfts konnte Ahold seinen Umsatz am Ende um ein Prozent auf 7,8 Milliarden Euro steigern. Bereinigt um Währungsschwankungen belief sich das Plus auf drei Prozent, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte legte im Quartal um 4 Prozent auf 338 Millionen Euro zu, was mehr war als die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten prognostiziert hatten. Unter dem Strich ging der Gewinn allerdings um 17 Prozent auf 206 Millionen Euro zurück, was Ahold im Wesentlichen auf den Verkauf der skandinavischen Lebensmittelkette ICA zurück führte, deren Ergebnis nun in der Bilanz fehlt.

Vorsichtiger Ausblick auf das Gesamtjahr

Auf das Gesamtjahr blickt Ahold-Chef Dick Boer mit Vorsicht. Die Verbraucher würden weiterhin sehr auf den Preis achten, sagte er. Allerdings sei der Konzern auf einem guten Weg, sein Sparprogramm wie geplant umzusetzen. Bis Ende 2014 sollen die Kosten um 600 Millionen Euro gesenkt werden. Fortschritte hat Ahold nach eigenen Angaben bereits bei der Warenbeschaffung, durch ein inzwischen rentabler geführtes Landenetz sowie gezieltere Werbeaktionen gemacht.

Ahold  betreibt in den Niederlanden und Belgien die Supermärkte Albert Heijn sowie die Ketten Stop & Shop oder Giant in den USA.

krk/dpa
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