Donnerstag, 25. April 2019

Fanatics-Chef Michael Rubin Dieser Mann lehrt Adidas und Nike das Fürchten

Fanatics: Der neue Angstgegner von Adidas und Nike
AFP

3. Teil: Wie Fanatics die Ligen für sich gewann

Chancen, die die Amerikaner künftig sogar noch besser ausnutzen wollen. Dann sollen Fans womöglich noch im Stadion während des Spiels über das Smartphone Fanartikel erwerben können, die an legendäre Momente im Stadion erinnern - und die womöglich direkt Vorort während des Spiels produziert werden.

In den USA beherrscht Rubin den Markt bereits. Nun will das Unternehmen aus Florida auch den Rest der Welt mit seinem technologie-getriebenen Geschäftsmodell erobern.

Geld dazu hat er reichlich. Schon vor Jahren sind Investoren auf den umtriebigen Unternehmer aufmerksam geworden. Bereits im Juni 2013, stiegen - damals noch zu einer Bewertung von "lediglich" 3,1 Milliarden Dollar - der chinesische Onlinehändler Alibaba und der singapurische Staatsfonds Temasek bei Fanatics ein. 2015 folgen Silver Lake Partners und im September schließlich - neben den Ligen NFL, MLB und der NFL Players Association die japanische Softbank mit einer Beteiligung in Höhe von einer Milliarde Dollar.

Geld, das Rubin und sein tech-affiner CEO Doug Mack in den internationalen Ausbau des Geschäftes investieren: Im Februar übernimmt Fanatics für einen zweistelligen Millionenbetrag den britischen Online-Sporthändler Kitbag. der für Teams wie Real Madrid oder Manchester United das Onlineshop-Geschäft abwickelt. Ein Deal, der Fanatics "international und im Fußball die kritisches Masse bringt", wie es Mack ausdrückt. Und Zugang zu weiteren Millionen von Kundendaten und deren Vorlieben gibt.

Im Mai 2017 folgt dann die Übernahme des Sport-Lizenzgeschäftes der VF Corporation (und der Marke Majestic, traditioneller Ausrüster der amerikanischen Baseball-Liga.

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