Umsatzrückgang China setzt Adidas weiter zu

China als einer der wichtigsten Märkte wird Adidas weiter belasten. Konzernchef Rorsted rechnet hier mit einem prozentual zweistelligen Umsatzrückgang. Die Schwäche zeigt sich auch in den endgültigen Zahlen zum zweiten Quartal.
Kasper Rorstedt: Der Adidas-Chef erwartet einen weiteren Umsatzrückgang in dem wichtigen Markt China

Kasper Rorstedt: Der Adidas-Chef erwartet einen weiteren Umsatzrückgang in dem wichtigen Markt China

Foto: REUTERS

Die Konjunkturabkühlung in China stimmt den Sportartikelhersteller Adidas vorsichtiger. Für das Gesamtjahr rechnet der Nike-Konkurrent in der Volksrepublik mit einem Umsatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich.

Bislang habe die Nummer zwei der Branche auf dem Weltmarkt zwar in keinem Markt mit Ausnahme von China eine nennenswerte Abkühlung oder signifikante Stornierungen von Großhandelsaufträgen verzeichnet, teilte Adidas am Donnerstag mit. Dennoch spiegle die Prognose auch eine Verlangsamung der Konsumausgaben in anderen Märkten wider. (Zu den Problemen von Adidas in China lesen Sie hier eine Analyse ).

Für das Gesamtjahr rechnet Konzern-Chef Kasper Rorstedt (60) mit einem Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und einem Gewinnrückgang auf rund 1,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte seine Prognose Ende Juli entsprechend gesenkt.

Betriebsgewinn im zweiten Quartal bricht ein

Der Betriebsgewinn von Adidas ist im zweiten Quartal um 28 Prozent auf 392 Millionen Euro (398 Millionen US-Dollar) gesunken. Belastend wirkte die Einstellung des Geschäfts in Russland, höhere Kosten im Zuge unterbrochener Lieferketten und Corona-Lockdowns in China und Vietnam.

Der währungsbereinigte Umsatz kletterte den Angaben zufolge um 4 Prozent, der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten fiel jedoch von 387 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf nun 360 Millionen Euro.

Die Adidas-Aktie  konnte Donnerstagvormittag dennoch um rund 1,8 Prozent auf 176 Euro zulegen.

sio/Reuters
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