Montag, 21. Oktober 2019

Expansion Modehaus Marks & Spencer fordert Zalando heraus

Marks and Spencer in London: Erneute Expedition nach Deutschland - diesmal allerdings nur digital
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Marks and Spencer in London: Erneute Expedition nach Deutschland - diesmal allerdings nur digital

3. Teil: Selbst Online-Händler wie Zalando und Otto eröffnen eigene Läden

Davon profitieren jetzt im Digitalzeitalter auch deutsche E-Commerce-Größen wie die Versandhändler Zalando und Otto, denen Marks & Spencer jetzt Konkurrenz machen will. "Die Konkurrenz im Online-Handel ist hart. Reine Online-Shops wie Amazon Börsen-Chart zeigen und Zalando haben die Kunden an sehr kurze Lieferzeiten gewöhnt. Und Modeketten wie H&M oder Esprit bieten zusätzlich zum Online-Shop auch den Service und das Einkaufserlebnis in den Filialen", sagt Hudetz.

Selbst Online-Händler wie Zalando eröffnen inzwischen vereinzelt eigene Läden, damit Kunden sich das Angebot ihrer Online-Shops auch vor Ort anschauen und Rücksendungen abgeben können. Auch Versandhändler Otto unterhält deutschlandweit rund 400 Filialen.

Post aus Großbritannien

Marks & Spencer hingegen traut sich nicht, im margenschwachen deutschen Markt teure Läden in den Einkaufsstraßen zu eröffnen.

Die Briten wollen den deutschen Markt schlicht per Paketlieferung von den bestehenden Umschlagplätzen in Großbritannien aus beliefern - es wird nach eigenen Angaben drei bis fünf Tage dauern, bis die bestellte Ware beim Kunden in Deutschland ankommt.

Knapp fünf Euro wird der Versand kosten. Rücksendungen sollen deutsche Kunden an eine lokale Versandadresse schicken können. "Mehr als ein erster Schritt, um wieder einen Fuß auf den deutschen Markt zu bekommen, kann der Online-Shop nicht sein", sagt Hudetz. Die Briten werden wohl deutlich mehr investieren müssen, wenn sie nicht wieder scheitern wollen.

Online-Modehäuser: Zalandos wichtigste Wettbewerber

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