Neckermann Beschäftigte streiken für Sozialplan

1250 Jobs sollen beim Versandhändler Neckermann wegfallen. Einen Sozialplan gibt es noch nicht. Jetzt streiken die Beschäftigten, damit sich der Finanzinvestor Sun Capital bewegt.
"Heute verlässt kein Paket das Zentrallager": Beim Versandhändler Neckermann streiken die Beschäftigten für einen Sozialplan

"Heute verlässt kein Paket das Zentrallager": Beim Versandhändler Neckermann streiken die Beschäftigten für einen Sozialplan

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture alliance / dpa

Frankfurt am Main - Beim Versandhändler Neckermann sind am Montag mehrere hundert Beschäftigte in einen ganztägigen Warnstreik getreten. "Wir gehen davon aus, dass heute kein Paket das Zentrallager verlässt", sagte Verdi-Sekretär Bernhard Schiederig auf einer Demonstration in der Nähe des Firmensitzes im Frankfurter Osten. Hier sollen zum Jahresende mehr als die Hälfte der 2500 Vollzeitjobs wegfallen, weil sich Neckermann von Textilhandel und Zentrallager trennen will.

Der maßgebliche Finanzinvestor Sun Capital habe bislang keinerlei Mittel für einen Sozialplan oder eine Qualifizierung der Beschäftigten in Aussicht gestellt, klagt Verdi. Neckermann will künftig als reiner Onlineversender mit den Schwerpunkten Technik und Möbel agieren.

Nach Schiederigs Angaben haben am Montag rund 500 Beschäftigte mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niedergelegt, um in den Verhandlungen Druck zu machen. Die Logistiksparte habe sich komplett beteiligt, während in der Verwaltung doch noch viele hofften, dass ausgerechnet ihr Job erhalten bleiben könnte.

rei/dpa-afx
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.