Schlecker Erste Gebote liegen vor

Der Insolvenzverwalter kommt bei der Verwertung der Schlecker-Reste offenbar voran. Laut einem Medienbericht liegen zwei Angebote von Interessenten über einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag vor. Die Schlecker-Kinder Lars und Meike haben demnach schon einen Favoriten.
Auf Wiedersehen: Schlecker geht in vielen Orten - welcher Investor kommt?

Auf Wiedersehen: Schlecker geht in vielen Orten - welcher Investor kommt?

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Stuttgart/Ehingen - Als Kaufpreis für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker haben zwei Interessenten einem Zeitungsbericht zufolge einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geboten. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz gewähre diesen beiden Favoriten unter den Interessenten nun Einblick in sämtliche Daten, die für die Bewertung notwendig sind, berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Nach dieser Bewertung könne der Kaufpreis noch "erheblich" sinken.

Dem Bericht zufolge sind sich der Insolvenzverwalter und die Kinder von Gründer Anton Schlecker, Lars und Meike, uneins bei der Auswahl eines Investors. Demnach bevorzugen die Schlecker-Kinder den Investor, der zwar einen geringeren Kaufpreis bietet, ihnen aber eine größere Rolle im Unternehmen verspricht.

Um Schlecker im Familienbesitz zu halten, fehle Lars und Meike Schlecker das Geld, berichtete die Zeitung. Allein für die Modernisierung der Ladenkette seien rund 100 Millionen Euro nötig.

Droege bestätigt Gespräche

Einer der Interessenten für Schlecker ist Medienberichten zufolge das Beratungs- und Investmenthaus Droege. Es soll ein schriftliches Gebot für Schlecker abgegeben haben und hat Gespräche bestätigt.

Schlecker hatte Ende Februar Insolvenz angemeldet. Die Drogeriemarktkette schloss daraufhin Ende März mehr als 2000 Filialen. Rund 10.000 Mitarbeiter verloren kürzlich ihren Job, nachdem die Gründung einer Transfergesellschaft scheiterte.

Für die Reste der insolventen Drogeriekette Schlecker liegen insgesamt fünf Bewerbungen von potenziellen Investoren vor. Dabei handele es sich um "ernst zu nehmende" Interessenten, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Mittwochabend der Nachrichtenagentur dpa.

Der Insolvenzverwalter selbst will sich weder zu den Namen der Interessenten noch zu den aufgerufenen Kaufsummen äußern. Ziel ist es nach früheren Angaben, "den Prozess bis Pfingsten zu konkreten Ergebnissen zu bringen". Dabei ist Geiwitz allerdings auf die Zustimmung der Gläubiger angewiesen.

nis/afp/dpa
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