Montag, 18. November 2019

Handelskette Schlecker entlässt die ersten Mitarbeiter

Schlecker: Transfergesellschaft für entlassene Mitarbeiterinnen geplant

Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker hat am Dienstag die ersten Entlassungen ausgesprochen. Die Betriebsräte der insolventen Drogeriekette haben Kündigungslisten mit den Namen von rund 11.000 Mitarbeitern erhalten.

Berlin - "Wir haben die Listen mit den zu entlassenden Mitarbeitern erhalten", bestätigte Grit Walz, Betriebsrätin im Bezirk Baden-Baden, der Nachrichtenagentur dapd. Die ersten Mitarbeiter seien schon informiert worden. Insgesamt sollen bei Schlecker 11.200 Beschäftigte zum Monatsende ihre Jobs verlieren.

Am Donnerstag soll sich entscheiden, ob es Transfergesellschaften für sie geben wird. Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) sagte am Dienstag in Stuttgart, es werde wahrscheinlich "ein bis zwei Dutzend" solcher Gesellschaften bundesweit geben.

Ein Schlecker-Sprecher erklärte, es seien noch keine Kündigungsschreiben an Beschäftigte persönlich verschickt worden. "Es liegt uns aber am Herzen, die Mitarbeiter schnell zu informieren", sagte er. Dazu gehöre auch, über die Entwicklung der Transfergesellschaften sowie deren Vor- und Nachteile zu sprechen.

Zur Finanzierung strebt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz ein Staatsdarlehen über rund 71 Millionen Euro an.

la/dapd/dpa

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