Sportartikelhersteller Adidas peilt Rekordgewinn an

Die Herzogenauracher haben ihre Ziele für 2011 laut Finanzchef Robin Stalker erfüllt. Auch für das laufende Jahr versprüht Adidas Optimismus - vor allem wegen der anstehenden Fußball-Europameisterschaft. Daraus will das Unternehmen mehr Umsatz generieren als bei der letzten Weltmeisterschaft.
In drei Streifen zum EM-Titel: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trägt - genau wie Konkurrent Spanien - Adidas.

In drei Streifen zum EM-Titel: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trägt - genau wie Konkurrent Spanien - Adidas.

Foto: Getty Images

Frankfurt - Der Sportartikelhersteller Adidas hat das Jahr 2011 wohl mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. "Wir hatten die Prognose im Jahresverlauf mehrfach angehoben und können mit dem Abschluss nun auch sehr zufrieden sein", sagte Finanzchef Robin Stalker der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe). Damit dürfte Adidas seine zuletzt im November angehobenen Ziele erreicht haben. Für 2011 hatte der Konzern einen Überschuss von 660 Millionen Euro und einen Anstieg des Umsatzes ohne Währungseffekte um annähernd zwölf Prozent in Aussicht gestellt.

Details zu den Ergebnissen will Adidas  im März veröffentlichen. Für 2012 zeigte sich Stalker optimistisch, wobei die Herzogenauracher insbesondere vom Fußball-Geschäft profitieren wollen. "Im Jahr der letzten Fußball-Weltmeisterschaft hatten wir einen gesamten Fußball-Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Sie können davon ausgehen, dass wir diesen Wert 2012 übertreffen werden", bekräftigte Stalker.

Für die Fußball-EM in Polen und der Ukraine im Sommer haben sich sechs Teams qualifiziert, die mit den drei Streifen von Adidas auflaufen werden, darunter Titelverteidiger Spanien und Mitfavorit Deutschland. Insgesamt will der Branchenzweite nach Nike  die Konzernerlöse 2012 um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz und den Gewinn je Aktie um 10 bis 15 Prozent steigern.

Dazu soll auch die immer wieder schwächelnde US-Tochter Reebok beitragen. "Die Bruttomarge dieser Marke verbessert sich langsam, aber sicher. Dazu wird auch der Ausbau des Bekleidungsgeschäfts von Reebok beitragen", sagte Stalker. Weitere Aktienrückkäufe und größere Zukäufe schloss der Finanzchef aus. Adidas werde weiter nur kleine Akquisitionen tätigen, wie zuletzt die US-Outdoormarke Five Ten.

Das kleine kalifornische Familienunternehmen, das vor allem Schuhe fürs Bergsteigen und Mountainbiken herstellt, hatte Adidas für 25 Millionen Dollar in bar erworben. Der Preis für den Zukauf kann sich aber je nach Erfolg in den nächsten Jahren noch erhöhen.

mh/reuters

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