Schuldentilgung Permira verkauft Hugo-Boss-Aktien

Der Hugo-Boss-Mehrheitsaktionär Permira trennt sich von einem Teil seiner Aktien an dem Modekonzern. Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser betonte allerdings, dass es sich hierbei nicht um den Beginn eines Ausstiegsprozesses handele.
Hugo Boss auf der Fashion Week in Berlin: Die Aktie war nach der Mitteilung einer der größten Verlierer im MDax

Hugo Boss auf der Fashion Week in Berlin: Die Aktie war nach der Mitteilung einer der größten Verlierer im MDax

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images

Frankfurt am Main - Im Rahmen eines beschleunigten Bookbuildingverfahrens verkaufe Permira 4,5 Millionen Hugo-Boss-Vorzugsaktien, teilte der Finanzinvestor mit. Zuletzt hielt Permira nach Boss-Angaben rund 19,09 Millionen Vorzugsaktien, das heißt das Unternehmen würde sich von knapp einem Viertel seiner Vorzugaktien trennen.

Das Aktienpaket entspreche 6,4 Prozent des Grundkapitals von Hugo Boss , hieß es weiter. Mit dem Schritt werde sich der Anteil von Permira an dem gesamten Aktienkapital auf 66 Prozent verringern, der Anteil der Stimmrechte betrage etwa 89 Prozent.

"Die Platzierung der Aktien soll nicht als Beginn eines Ausstiegsprozesses verstanden werden", betonte Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser. Die Permira Fonds unterstützten "die zuletzt sehr erfolgreiche Wachstumsstrategie des Unternehmens".

Der Erlös aus der Platzierung solle zur Schuldenrückführung verwendet werden. Permira hatte erst im Sommer erklärt, Hugo Boss noch über dieses Jahr hinaus halten zu wollen. "Wir haben es mit einem Verkauf nicht eilig", hatte Rockenhäuser in einem Zeitungsinterview gesagt. Die Hugo-Boss-Aktie notierte am Montagvormittag 5,3 Prozent tiefer und war damit zweitgrößter Verlierer im Nebenwerteindex MDax .

mg/rtr
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