Metro Griechischer Reeder an Kaufhof-Kette interessiert

Der griechische Milliardär und Reeder George Economou will offenbar Metro die Warenhauskette Kaufhof abkaufen. Im Gespräch sind 2,4 Milliarden Euro, die der Manager über seine Immobilienfirma Signa, zahlen will. Die Metro-Aktie reagiert prompt.
Reeder und Kunstsammler: Der griechische Industrielle George Economou will das krisenanfällige Geschäft mit Seefracht durch branchenfremde Beteiligungen abstützen. Offenbar ist der Manager jetzt an der Kaufhof-Kette interessiert

Reeder und Kunstsammler: Der griechische Industrielle George Economou will das krisenanfällige Geschäft mit Seefracht durch branchenfremde Beteiligungen abstützen. Offenbar ist der Manager jetzt an der Kaufhof-Kette interessiert

Foto: dapd

Düsseldorf - Der Handelskonzern Metro hat laut einem Pressebericht gute Chancen, seine Warenhauskette Kaufhof noch in diesem Jahr an einen ausländischen Käufer abzugeben. Über den Stand des Verkaufsprozesses wolle der scheidende Vorstandschef Eckhard Cordes auf der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch berichten, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kreise der Bieter und Verkäufer.

Die Aktien des Handelskonzerns Metro  gehörten mit einem Plus von 2,9 Prozent auf rund 34 Euro am Mittwochvormittag zu den stärksten Werten im Dax. "Der ins Gespräch gebrachte Verkaufspreis von 2,4 Milliarden Euro wäre ein gutes Geschäft für Metro", sagte ein Börsianer.

Die 134 Warenhäuser könnten demnach in wenigen Wochen an die Wiener Immobilienfirma Signa weitergereicht werden. Dies sei der erste ernst zu nehmende Versuch, Kaufhof zu übernehmen, hieß es auf Seiten der Kaufinteressenten laut dem Blatt. Eine endgültige Entscheidung solle in jedem Fall vor Weihnachten fallen.

Hinter der österreichischen Signa, die von dem 34-jährigen Innsbrucker Rene Benko geführt werde, verbirgt sich der Zeitung zufolge als Investor der griechische Reeder und Milliardär George Economou. Der 57-Jährige bemühe sich seit drei Jahren, das krisenanfällige Geschäft mit der Seefracht durch branchenfremde Beteiligungen abzustützen.

Um in die Bücher der Kölner Warenhaus-Gruppe blicken zu dürfen, sollen die Interessenten laut dem Bericht als Mindestgebot eine Kaufsumme von 2,4 Milliarden Euro genannt haben. Die Wiener Investorengruppe pflege bereits enge Verbindungen zum Kaufhof-Wettbewerber Karstadt und besitze in Deutschland Immobilien im Wert von einer Milliarde Euro.

rei/dpa-afx
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.