Penny schwächer, Rewe stärker Rewe steigert Umsatz auf 39 Milliarden

Ausgerechnet die Penny-Discountläden machen Rewe im Discounterparadies Deutschland zu schaffen: Die Penny-Läden haben sich zuletzt offenbar schlechter als die teureren Lebensmittelläden des Kölner Handelshaus Rewe entwickelt. Unterm Strich stieg der Umsatz auf 39 Milliarden Euro.
Rewe-Supermarkt in Karlsruhe: Nach Angaben des Unternehmens überdurchschnittliche Entwicklung

Rewe-Supermarkt in Karlsruhe: Nach Angaben des Unternehmens überdurchschnittliche Entwicklung

Foto: Daniel Roland/ AP

Köln - Der Handelskonzern Rewe hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr weiter gesteigert. Der Erlös stieg im Vergleich zu 2009 um 3,5 Prozent auf 39 Milliarden Euro, wie die Rewe Group am Freitag in Köln mitteilte. Während die Rewe-Supermärkte sich deutlich über dem Branchendurchschnitt entwickelt hätten, sei der Discounter Penny in Deutschland hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sagte Rewe-Chef Alain Caparros.

Der Gesamtumsatz der Rewe-Gruppe einschließlich der selbstständigen Händler und Beteiligungen kletterte auf rund 53 Milliarden Euro (plus 4 Prozent). Angaben zum Gewinn will das Unternehmen erst bei der Bilanzvorlage im Mai machen.

Der Umsatz von Penny sank hierzulande um 1,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Im Ausland dagegen habe sich die Discountkette mit einem Plus von 3,8 Prozent positiv entwickelt, vor allem in Rumänien und Tschechien.

Die Rewe-Supermärkte und Toom-SB-Warenhäuser erreichten in Deutschland mit 14,5 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent) einen Rekordumsatz. Zurückzuführen sei dies einerseits auf Übernahmen, etwa von Tengelmann-Filialen im Gebiet Rhein-Main-Neckar und von Sky-Märkten der Coop Kiel. Zudem hätten aber auch strategische oder konzeptionelle Änderungen bei bestehenden Rewe-Märkten zum Wachstum beigetragen.

So seien beispielsweise Eigenmarken wie "Rewe Feine Welt" gestärkt und die Öffnungszeiten vieler Filialen erweitert worden, erläuterte ein Sprecher. Der Umsatz der Toom-Baumärkte wuchs auf 1,9 Milliarden Euro (plus 3,9 Prozent).

Zulegen konnte auch die Touristiksparte, die ihren Umsatz auf 4,3 Milliarden Euro (plus 4,4 Prozent) erhöhte. Die Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island im April 2010 habe die positive Entwicklung der Pauschalreiseanbieter ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg allerdings gebremst.

kst/dpa-afx
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