500 Millionen Euro Abschreibung Real reißt Riesenloch in Metro-Bilanz

Reale Verluste: Auch ohne Abschreibungen auf die Tochter Real laviert die Metrogruppe operativ weiter in der Verlustzone

Reale Verluste: Auch ohne Abschreibungen auf die Tochter Real laviert die Metrogruppe operativ weiter in der Verlustzone

Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERS

Eine halbe Milliarde Euro schwere Abschreibung auf das Sorgenkind Real hat den Handelskonzern Metro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 tief in die Verlustzone gerissen. Im operativen Geschäft sieht der Konzern dagegen weiter einen Aufwärtstrend - der Umsatz legte zu.

Der operative Verlust (Ebit) vor Sonderfaktoren habe wie im Vorjahresquartal bei 40 Millionen Euro gelegen, teilte der Düsseldorfer Konzern mit, zu dem unter anderem auch Media-Saturn und Kaufhof gehören. Damit fiel er niedriger aus als von Analysten erwartet, die mit einem Minus von 45,6 Millionen Euro gerechnet hatten.

Metro nahm aber für Altlasten bei Real eine Wertberichtigung vor, der operative Verlust (Ebit) summierte sich damit auf 590 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 233 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein Minus von 394 Millionen Euro nach einem Verlust von 269 Millionen Euro.

Der Umsatz des Konzerns stieg auf 14,366 (14,326) Milliarden Euro, Analysten hatten mit 14,332 Milliarden Euro gerechnet.

Seine Jahresprognose bekräftigte Metro-Chef Olaf Koch erneut: Metro wolle 2014/15 weiter das Ebit vor Sonderfaktoren gegenüber den 1,727 Milliarden Euro aus den Vorjahr leicht steigern.

reuters

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