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Hall of Fame der deutschen Forschung

Mit einem Festakt in Berlin ehrten Merck und manager magazin einen Ausnahmeforscher für sein Lebenswerk – und zwei junge Professorinnen für ihre zukunftsweisenden Arbeiten.
aus manager magazin 12/2019
Martin Noé, manager magazin, Merck-Chef Stefan Oschmann, Preisträgerin Xiaoying Zhuang und Moderatorin Corinna Lampadius

Martin Noé, manager magazin, Merck-Chef Stefan Oschmann, Preisträgerin Xiaoying Zhuang und Moderatorin Corinna Lampadius

Foto: Thomas Rosenthal f. manager magazin

F ür das Kanzleramt ist die Sache klar: Die Wissenschaft hat für Deutschland eine besondere Bedeutung, erst recht in einer zunehmend komplexen Welt. Der direkte Dialog mit Forschern liefere wichtige Impulse für die Zukunftssicherung des Landes, erklärte Amtschef Helge Braun in seiner Rede zur "Hall of Fame der deutschen Forschung". Man nimmt es ihm ab – Braun ist ein Doktor der Medizin, das politische Geschäft steuert er im Auftrag einer Doktorin der Physik. Auch sein Haus, erzählte er den geladenen Gästen in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom, orientiere sich beim Formulieren großer gesellschaftlicher Ziele immer öfter an neuen Erkenntnissen aus Natur- und Technikwissenschaften.

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GROSSE BÜHNE

Seit zehn Jahren ehrt das manager magazin die Lebensleistung von Wissenschaftlern, deren Erkenntnisse Deutschland als Forschungs- und Wirtschaftsstandort weit vorangebracht haben. Unterstützt vom Chemie- und Pharmakonzern Merck, hat eine unabhängige Jury inzwischen 24 Forscher in die Hall of Fame berufen. Darunter Nobelpreisträger wie Theodor Hänsch (Physik), Stefan Hell (Chemie) und Christiane Nüsslein-Volhard (Medizin), aber auch wirtschaftsnahe Wissenschaftler wie den mp3-Entwickler Karlheinz Brandenburg, August-Wilhelm Scheer oder Joachim Milberg, der auch Vorstands- und Aufsichtsratschef von BMW war. Zum Jubiläum wurde Karsten Danzmann von der Universität Hannover in die Ruhmeshalle berufen, dessen Arbeit zum Nachweis der Gravitationswellen führte (siehe Seite 118).

Gleichzeitig wurden während der Gala in Berlin zwei junge Professorinnen mit dem Curious Minds Award ausgezeichnet. Preisträgerin in der Kategorie "Mobilität und Energie" ist Ulrike Kramm, die an der TU Darmstadt zu Katalysatoren für Brennstoffzellenantriebe in Fahrzeugen forscht (siehe Seite 124). In der Kategorie "Materialien und Wirkstoffe" gewann Xiaoying Zhuang aus Hannover (siehe Seite 122). Die Computerwissenschaftlerin erprobt dort neue Werkstoffe für die Medizintechnik und den Flugzeugbau.

Die Auszeichnungen

Drei Ehrungen für wirtschaftsnahe Wissenschaft

HALL OF FAME DER DEUTSCHEN FORSCHUNG Das Format, 2009 vom manager magazin ins Leben gerufen und seit 2015 vom Darmstädter Merck-Konzern unterstützt, zeichnet jährlich Wissenschaftler aus, die durch ihre Lebensleistung nicht nur den Forschungsstandort Deutschland vorangebracht, sondern auch den Wirtschaftsstandort erfolgreicher gemacht haben. Laureat 2019: Karsten Danzmann.


CURIOUS MINDS AWARDS Die beiden Preise, dotiert mit je 7500 Euro, ehren Forscher im Alter unter 40 Jahren. Ihre Arbeiten glänzen durch akademische Exzellenz und lassen schon heute nutzbare Anwendungen und Impulse für die deutsche Wirtschaft klar erkennen.

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