Ab Flughafen Heathrow British Airways verkauft vorerst keine Kurzstreckentickets mehr

100.000 Passagiere pro Tag hat Heathrow als Obergrenze für den Sommer gesetzt – wegen fehlender Arbeitskräfte. British Airways rationalisiert deshalb Kurzstreckenflüge, vor allem Urlauber dürften betroffen sein.
British-Airways-Maschine hebt in Heathrow ab

British-Airways-Maschine hebt in Heathrow ab

Foto: Jonathan Brady / dpa

Als Reaktion auf eine Obergrenze für Passagiere verkauft die IAG -Tochter British Airways vorerst keine Tickets für Kurzstreckenflüge am wichtigsten britischen Flughafen London-Heathrow mehr. Die Maßnahme gilt bis zum 8. August, wie die BBC berichtete .

In den vergangenen Wochen kam es vor allem in Heathrow, aber auch an anderen britischen und einigen EU-Flughäfen zu stundenlangen Wartezeiten und chaotischen Szenen. Teilweise konnten Reisende etwa ihr Gepäck erst mit großer Verspätung abholen. Grund sind fehlende Arbeitskräfte bei der Abfertigung und der Sicherheitskontrolle, nachdem Fluglinien und Airports während der Pandemie Stellen gestrichen hatten, aber auch Coronainfektionen.

Der Airport hat daraufhin eine Obergrenze von 100.000 abfliegenden Passagieren pro Tag bis zum 11. September verfügt. British Airways ist davon als größte Fluglinie in Heathrow stärker betroffen als andere. Im aktuellen Flugplan bis Oktober hat die Airline bereits fast 30.000 Flüge gestrichen. Wie die Zeitung »Times« berichtete, sind seitdem die Flugpreise an anderen Londoner Flughäfen wie Gatwick bereits deutlich gestiegen.

Die Airline sprach von einer »vernünftigen« Reaktion auf die Beschränkungen, die mehr Umbuchungsoptionen für bereits gebuchte Kunden zur Verfügung stelle. Der Schritt während der Sommerferien dürfte vor allem Urlauber treffen.

ani/dpa
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