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Leserbrief Gezielte Aufwertung

BMW: Schwache Rendite, schwacher Aktienkurs (mm 5/2008)
aus manager magazin 6/2008

Ich lese seit über zehn Jahren mit Interesse Ihre Artikel, die sich (fast) immer durch eine glänzende und tiefgehende Recherche auszeichnen. Bei dem BMW-Artikel habe ich allerdings den Eindruck, es musste etwas Kritisches an den Haaren geradezu herbeigezogen werden. Natürlich hat BMW Fehler gemacht. Aber was sind das schon für Fehler im Vergleich zu Daimler? Immerhin haben sich die Münchener rechtzeitig von einer falschen Expansionsstrategie verabschiedet. Ihre Modellpolitik-Kritik kann ich nicht nachvollziehen. BMW hat es in den letzten 10 bis 15 Jahren geschafft, das Premiumimage der Marke gezielt aufzuwerten. Das ist eine anerkennenswerte Leistung und gewiss keine verfehlte Modellpolitik.

Eines haben Sie in Ihrem Artikel erwähnt, aber nicht in den notwendigen Zusammenhang gestellt: Die unbefriedigende Ertragssituation hat viele Ursachen. Eine entscheidende ist, dass BMW frühzeitig in Spritspartechniken investiert hat. BMW hat bei der wohl größten industriepolitischen Herausforderung für die Autoindustrie frühzeitig seine Hausaufgaben gemacht. Daimler und Audi müssen das erst noch nachholen. Und das wird in Stuttgart und Ingolstadt genauso wenig wie in München zum Nulltarif zu haben sein.

Holger Krahmer (FDP), Mitglied des Europäischen Parlaments, Straßburg

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