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Wegdrücken oder offen thematisieren? Wie Spitzenkräfte mit Krankheit umgehen

Immer wieder bremsen Schicksalsschläge auch Topmanager aus. Aktuell schreckt die Meldung über den Ausfall von Douglas-Chefin Tina Müller auf. Hier erzählen Vorstände und Unternehmer, wie Krankheiten in ihr Leben einbrachen. Und was sie daraus gelernt haben.
aus manager magazin 11/2019
Gute Besserung: Douglas-Chefin Tina Müller kann auf unbestimmte Zeit nicht arbeiten.

Gute Besserung: Douglas-Chefin Tina Müller kann auf unbestimmte Zeit nicht arbeiten.

Foto: Norbert Schmidt / imago images

Die ist eine aktualisierte Version des Artikels, der am 24.10.2019 unter dem Titel "Wie Topleute mit Krankheit und Schicksalsschlägen umgehen" erschienen ist.

Noch am vorvergangenen Montag freute sich Tina Müller (51) über die Rückkehr in den Geschäftsalltag. "Tag 1 im Büro: nach 6 Wochen heute die ersten Schritte zurück in den Offices", twitterte die Douglas-Chefin am 4. Mai und postete dazu ein Foto von den Willkommenstüten samt Schutzmasken für die Mitarbeiter in der Düsseldorfer Zentrale. Endlich versprachen die Lockerungen nach der Corona-Pause wieder ein wenig Normalität, wenn auch mit neuen Abstandsregeln und vorerst nur einem Drittel der Belegschaft.

Genau eine Woche später, am Montag dieser Woche um 18.11 Uhr, versandte das Unternehmen eine Ad-hoc-Meldung als Warnung an die Investoren: "CEO Tina Müller wegen Krankheit abwesend". 

Infolge einer Notoperation werde sich Müller in eine medizinische Rehamaßnahme begeben und auf unbestimmte Zeit ihren Job nicht ausüben können. Ihre Aufgaben würden bis auf Weiteres die neu ernannte Digitalvorständin Vanessa Stützle (42) und Finanzchef Matthias Born (49) übernehmen. "Der gesamte Aufsichtsrat wünscht Tina Müller baldige Genesung", erklärte Aufsichtsratschef Henning Kreke (55). Weitere Details wurden nicht genannt.

Eine genauso ungewöhnliche wie aufschreckende Meldung. Wieder einmal wird deutlich, wie schnell ein Notfall auch in Unternehmen alles verändern kann. Spitzenkräften aus der Wirtschaft geht es wie den vielen anderen in den Fabrikhallen oder Großraumbüros. Sie werden krank, sie haben Unfälle. Von jetzt auf gleich steht alles infrage, was bis dahin wichtig erschien.

manager magazin hat mit Topmanagern über die Momente gesprochen, als die Krankheit in ihr Leben brach. Über das Erleben von Kontrollverlust und Schwäche geben die meisten eigentlich nur ungern Auskunft. Schon weil sie den Konkurrenten im Job, dem Headhunter, der sie vermitteln soll, oder dem Aufsichtsrat vor der Vertragsverlängerung keine verletzbaren Stellen zeigen wollen. Und wer spricht schon gern öffentlich darüber, wie er dem Tod ins Auge sah?

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