Bester Geschäftsbericht Börsenfirmen im Härtetest

Welche Konzerne informieren ihre Anleger wirklich gut? Und wer versucht, mit Schönfärberei über mangelhafte Ergebnisse hinwegzutäuschen? manager magazin hat die Geschäftsberichte der wichtigsten deutschen und europäischen Unternehmen analysiert: Unter den Topreports befinden sich in diesem Jahr die Berichte von ThyssenKrupp und Roche.

Hamburg - Die ThyssenKrupp AG hat den besten Geschäftsbericht der größten börsennotierten europäischen Unternehmen erstellt. Dies ist das Ergebnis des diesjährigen Wettbewerbs "Der beste Geschäftsbericht", den das manager magazin ausschreibt.

Ausgezeichnet wurde der Report vor allem für die herausragende Darstellung der Vermögens- und Ertragslage sowie für die exzellente optische und sprachliche Qualität. Im Rahmen der Preisverleihung am 2. September an der Universität Münster nahm Ekkehard Schulz, Vorstandschef von ThyssenKrupp , die Auszeichnung entgegen und unterstrich die Bedeutung für sein Unternehmen: "Für uns ist der Geschäftsbericht mehr als eine Ansammlung von harten Daten und 'soft facts'. Er verleiht dem Unternehmen ein Gesicht, indem er sein Selbstverständnis, seine Vergangenheit und seine Zukunft spiegelt. Er gewährt betriebswirtschaftliche, strategische und auch emotionale Einblicke in das Unternehmen So gesehen ist der Geschäftsbericht einer unserer wichtigsten Imageträger."

Den zweiten Platz im Gesamtranking erreichte das Maschinenbauunternehmen Gildemeister  aus dem MDax, das auch den Sieger bei den Midcap-Unternehmen stellt. Rang drei in der Gesamtwertung ging wieder an einen Wert aus dem Dax: die Adidas AG .

Im TecDax sicherte sich die Jenoptik AG  den Spitzenplatz. Sieger im SDax wurde das Marktforschungsinstitut GfK AG . Das Rennen im europäischen Index Stoxx 50 machte der Schweizer Pharmakonzern Roche .

Inhaltliche Gesamtbewertung leicht gestiegen

Im Vergleich zum Vorjahr ist die durchschnittliche Gesamtbewertung in der Kategorie Inhalt leicht gestiegen. Der Grund: Inzwischen haben sich die börsennotierten europäischen Unternehmen auf die Anforderungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) eingestellt, nach denen spätestens seit dem Geschäftsjahr 2007 sämtliche Konzerne bilanzieren müssen.

Zum 15. Mal analysierte manager magazin die Geschäftsberichte der wichtigsten börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland und Europa. Rund 200 Reports aus dem Dax , MDax , SDax , TecDax  und dem europäischen Börsensegment Stoxx 50 wurden geprüft. Der manager-magazin-Wettbewerb ist der umfassendste Vergleich in Deutschland und einer der größten weltweit.

Die Geschäftsberichte werden in den Kategorien Inhalt, Gestaltung und Sprache bewertet. Die wissenschaftliche Leitung lag, wie auch in den Vorjahren, bei Professor Jörg Baetge vom Institut für Revisionswesen an der Universität Munster. Die Gestaltung prüfte Gisela Grosse, Professorin für Corporate Design an der Fachhochschule Münster, die sprachliche Qualität Professor Rudi Keller vom Germanistischen Seminar der Universität Düsseldorf.

Ergebnistabellen: Alle Sieger im Überblick Analyse der Ergebnisse: Stunde der Wahrheit Methode: So werden die Reports bewertet Downloads: Die Kriterien zum Herunterladen

Mehr lesen über Verwandte Artikel