Pat Gelsinger, Tim Cook, Hock E. Tan Das sind die Topverdiener der USA

Die durchschnittlichen Gehälter der US-Topmanager sind im Jahr 2021 auf einen Rekordwert gestiegen. Intel-Chef Patrick Gelsinger führt die Liste der 100 Topverdiener der USA an, auf der sich nur neun Frauen befinden.
Verdiente im vergangenen Jahr das 1711-fache des Gehalts eines durchschnittlichen Arbeitnehmers: Intel-Chef Pat Gelsinger erhielt rund 178 Millionen Dollar

Verdiente im vergangenen Jahr das 1711-fache des Gehalts eines durchschnittlichen Arbeitnehmers: Intel-Chef Pat Gelsinger erhielt rund 178 Millionen Dollar

Foto: Yuri Gripas / Pool via CNP /MediaPunch / imago images/MediaPunch

Die durchschnittlichen Gehälter von Topmanagern in den USA sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr um 31 Prozent auf einen Rekordwert von 20 Millionen Dollar gestiegen. Topverdiener unter den 100 umsatzstärksten US-Unternehmen war Intel-CEO Patrick Gelsinger (61) mit rund 178 Millionen Dollar, wie das US-Unternehmen Equilar mitteilte. Auf Platz zwei und drei folgen Apple-Chef Tim Cook (61) und Broadcom-Vorsteher Hock E. Tan (69). Letzter verdient mit 60 Millionen Dollar sogar rund 1542 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dabei hat sich der Gehaltsunterschied zwischen dem Topmanagement und dem durchschnittlichen Verdienst der Mitarbeiter noch einmal erhöht. Der Studie zufolge haben die Firmenchefs 2021 nun das 254-fache des Gehalts eines durchschnittlichen Arbeitnehmers erhalten. 2020 war es noch das 238-fache. Und das, obwohl auch das Durchschnittsgehalt der Mitarbeiter im Vergleich zu 2020 von 68.883 auf 71.869 US-Dollar gestiegen ist.

Die höheren Verdienste im Topmanagement wurden laut Studie in allen Gehaltsbestandteilen festgestellt. Während das durchschnittliche Gehalt nur schrittweise anstieg, verzeichneten Boni und Aktienprämien deutlich größere Sprünge. So stiegen die Aktienprämien um 10,5 Millionen US-Dollar (Vorjahr 8,6 Millionen US-Dollar), die Boni um satte 46,4 Prozent auf 4,2 Millionen US-Dollar.

Nur neun Unternehmen werden von Frauen geführt

Das US-Unternehmen mit dem höchsten Umsatz war laut Studie mit 365 Milliarden US-Dollar erneut Apple – zum dritten Mal in Folge. Danach folgt Berkshire Hathaway mit 276 Milliarden US-Dollar. Insgesamt legte der durchschnittliche Umsatz der Top 100 von 37,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 43,8 Milliarden US-Dollar zu.

Unter den Top-100-Firmen der Equilar-Liste  befinden sich nur neun, die von Frauen geführt werden. Immerhin aber ein leichter Anstieg gegenüber den sechs Unternehmen im Jahr zuvor. Die bestbezahlte Frau auf der Liste der US-Topverdiener ist Rosalind G. Brewer (60), die neue CEO von Walgreens Boots Alliance, die 28,3 Millionen US-Dollar verdiente und damit immerhin auf Platz 14 der Top 100 landet.

Die Führungskräfte seien dafür belohnt worden, dass sie die Unternehmen durch Herausforderungen wie etwa pandemiebedingte Lieferengpässe geführt hätten, hieß es weiter. Höhere Umsätze und gestiegene Aktienkurse trieben die Vergütung ebenfalls an. "Viele der Unternehmen haben sich während der Pandemie gut entwickelt, was definitiv zu den Gehaltserhöhungen beigetragen hat", hieß es.

Die Studie umfasste den Angaben zufolge die 100 größten US-Unternehmen nach Umsatz, die bis zum 31. März ihre Berichte zu dem Thema bei den Behörden eingereicht hatten. Vor einem Jahr hatte die Equilar-Studie noch einen Rückgang bei den Top-Gehältern von 2 Prozent auf durchschnittlich 15,5 Millionen Dollar ausgewiesen. Das war auch mit einer schwächeren Entwicklung vieler Unternehmen im Zuge der Corona-Pandemie begründet worden.

mg/Reuters
Mehr lesen über