Wiederverwendbare Rakete Frankreich konkurriert mit SpaceX

Bei der Entwicklung wiederverwendbarer Raketen für den Weltraum gibt die US-Firma SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk derzeit den Takt vor. Künftig will jedoch auch Frankreich in diesem Geschäft mitmischen.
Falcon 9 von SpaceX beim Start: Auch Frankreich will Raketen mehrfach verwenden

Falcon 9 von SpaceX beim Start: Auch Frankreich will Raketen mehrfach verwenden

Foto: Matt Hartman/ dpa

Frankreich will Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX den Himmel nicht allein überlassen. "Das erste Mal wird Europa Zugang zu einer wiederverwendbaren Rakete haben. Mit anderen Worten, wir werden unser eigenes SpaceX, unsere eigene Falcon 9 haben", sagte der französische Finanzminister Bruno Le Maire am Montag mit Blick auf die Entwicklung einer europäischen Trägerrakete.

Im Moment dominiert SpaceX den Sektor und führt auch bemannte Raumflüge zur Internationalen Raumstation (ISS) durch. Inzwischen arbeitet das Unternehmen von Tesla-Chef Musk an der wiederverwendbaren Großrakete Starship, die auch Flüge zum Mars ermöglichen soll.

Bei einem Besuch des Werks des europäischen Raumfahrtunternehmens Ariane in der Normandie sagte Le Maire weiter, die Rakete müsse 2026 einsatzfähig sein. Frankreichs Präsident Emanuel Macron hatte im Oktober einen Investitionsplan über 30 Milliarden Euro vorgestellt. Mit dem Programm "Frankreich 2030" soll unter anderem auch die Wettbewerbsfähigkeit im Weltall wiederhergestellt werden. Die ArianeGroup ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Safran.

cr/Reuters
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