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Managementfehler beim FC Bayern Mia bin i – das Betriebsrisiko Uli Hoeneß

Das frühe Aus in der Champions League ist die logische Folge von Managementfehlern. Der autokratische Führungsstil des Präsidenten passt nicht mehr zum Weltklub-Anspruch des Vereins.
aus manager magazin 4/2019
Sturkopf: Als Manager und Präsident hat Uli Hoeneß den FC Bayern zu einer Fußballgroßmacht geformt. Nun läuft's gar nicht mehr.

Sturkopf: Als Manager und Präsident hat Uli Hoeneß den FC Bayern zu einer Fußballgroßmacht geformt. Nun läuft's gar nicht mehr.

Foto: Ullstein Bild / Gett Images

Neulich sonntags, zur Faschingszeit, zeigt Uli Hoeneß (67) in der Fernsehsendung "Doppelpass" seine milde Seite. Als Präsident des FC Bayern München müsse er Spielern wie Arjen Robben (35) und Franck Ribéry (35) sehr dankbar sein: "Wir wollen sie nicht vor den Kopf stoßen", sondern ihnen "einen vernünftigen Abgang machen". Deshalb habe man die Verjüngung des Kaders aufgeschoben – selbst wenn dies mal in einem Jahr die Meisterschaft koste.

Was edelmütig klang, war der Versuch, die Deutungshoheit über den versäumten Umbruch in Deutschlands erfolgreichstem Fußballteam zurückzuerlangen. Nur stieß Hoeneß mit seinem Großmut gleich zwei seiner wichtigsten Unterstützer vor den Kopf: die Sponsoren, die erkleckliche Summen nach München überweisen, um von Titeln zu profitieren. Und die Fans, die ihren "Stern des Südens" bei allem "Mia san mia"-Familiensinn vor allem für sein Gewinner-Gen lieben. Im Stadion jauchzen sie: "F-C-Bayern, Forever-number-one".

Hoeneß jedoch ist nun sein eigener Maßstab. "Ich habe in meinem Leben mehr als 50 Titel gewonnen", begründet er die neue Bescheidenheit. "Da kommt es auf den einen oder anderen nicht an."

Mia san mia? Schmarrn! Mia bin i!

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