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ANLEIHEN Fackeln im Sturm

Die Finanzkrise hat auch die Papiere solide geführter Unternehmen und von Schwellenländern mit guten wirtschaftlichen Perspektiven abstürzen lassen. Anlegern, die bereit sind, Geld für mehrere Jahre festzulegen, winken gute Renditen.
aus manager magazin 11/2008

Unternehmens-Anleihen

Kalkül: Werden General Electric (GE), Evonik oder Fresenius Medical Care pleitegehen? Möglich, aber unwahrschein- lich. Haben doch alle diese Konzerne die Finanzkrise vielleicht nicht ohne Blessu- ren, aber doch vergleichsweise unbe- schadet überstanden. Ihre Anleihen stürzten trotzdem ab. GE-Papiere im Wert von nominal 100 Euro notierten Anfang Oktober etwa bei rund 80 Euro. Aufgrund des günstigen Einstiegskurses winkt mutigen Investoren in diesem Fall eine zweistellige Rendite: Die GE-Anleihe wird mit rund 3,4 Prozent pro Jahr verzinst. Kauft ein Anleger zum Kurs von 80 Euro, ergibt sich für ihn bis zur Fälligkeit der Anleihe Anfang 2012 eine Nettorendite von gut 10 Prozent pro Jahr. Voraussetzung: Er muss die Anleihe halten, bis sie zum Kurs von 100 zurückgezahlt wird.

Risiken:

n Der Emittent könnte ausfallen;

n der Anleihekurs kann bis zur Fälligkeit schwanken;

n wenig liquider Markt, oft große Spannen zwischen An- und Verkaufskursen. Bei Kauf und Verkauf unbedingt Limits setzen.

Alternativen:

Evonik (Wertpapierkennnummer: 818050, Nettorendite per 9.10.2008: 7,3 Prozent, fällig: 2013), Fresenius Medical Care (WKN: 721450, 9,9 Prozent, 2011), General Electric (WKN: A0DYA4, 10,7 Prozent, 2012).

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