Mobiles Arbeiten Facebook lässt Mitarbeitern freie Wahl, Apple holt sie zurück ins Büro

Während der Pandemie hatten Techkonzerne im Silicon Valley früh auf Homeoffice und mobiles Arbeiten umgestellt. Für die Zeit danach verfolgen sie unterschiedliche Strategien - und Apple eckt dabei gehörig an.
Apple-Campus soll nicht leer stehen: Apple besteht darauf, dass seine Beschäftigten mehr im Büro arbeiten als mobil oder im Homeoffice

Apple-Campus soll nicht leer stehen: Apple besteht darauf, dass seine Beschäftigten mehr im Büro arbeiten als mobil oder im Homeoffice

Foto: NOAH BERGER/ REUTERS

Wer kann und möchte, darf bei Facebook künftig dauerhaft mobil arbeiten. "Wir glauben, es ist wichtiger, wie wir arbeiten und nicht, wo wir arbeiten", teilte der Internetkonzern am Mittwoch (Ortszeit) mit. Ab 15. Juni haben demnach alle Beschäftigten des US-Unternehmens, deren Arbeit das zulässt und die dies wünschen, die Möglichkeit zum dauerhaften Arbeiten von zu Hause oder einem anderen Ort aus - auch im Ausland.

Apple hingegen möchte seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Berichten zufolge wieder häufiger im Büro sehen und rief sie demnach dazu auf, mindestens drei Tage pro Woche vor Ort zu arbeiten. Das brachte dem Konzern allerdings Kritik und Widerstand einer Reihe von Beschäftigten ein, die auf ihre gute Arbeit in Pandemiezeiten verwiesen - außerhalb der geschlossenen Büros.

In einem Brief an die Konzernführung knapp 100 Apple-Beschäftigte vom Management mehr Flexibilität eingefordert und auf eine "wachsende Besorgnis unter unseren Kollegen" hingewiesen. Die geplante Präsenzpflicht in den Büros ab September für drei Tage in der Woche habe bereits dazu geführt, dass einige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hätten.

Zugleich hingegen verzichtet auf die Präsenzpflicht, öffnet aber gleichzeitig nach einer langen coronabedingten Pause seine Büros im Silicon Valley wieder. Bis Anfang September sollen sie in den USA zu 50 Prozent wieder ausgelastet sein, im Oktober dann zu 100 Prozent - wenn die Mitarbeiter denn die Möglichkeit der Rückkehr ins Büro wahrnehmen. Der Konzern begründet dies mit der fortschreitenden Impfkampagne im Land und den sinkenden Corona-Zahlen.

Facebook und andere Digitalkonzerne im Silicon Valley stellten wegen der Corona-Pandemie schon frühzeitig auf Homeoffice und mobiles Arbeiten um. Viele Augen sind angesichts der künftigen Form der Arbeit auf diese Firmen gerichtet. Auch Twitter will seinen Beschäftigten eine dauerhafte mobile Arbeit erlauben, Google und Microsoft wollen Mischsysteme einführen.

rei/AFP