Euro-Debatte Teuerungsrate so niedrig wie selten

In der Diskussion um den Euro wirft EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing den Deutschen Hysterie vor.

Frankfurt am Main - EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing hält die Diskussion um die Preissteigerungen nach der Einführung des Euro für völlig übertrieben. Er warf den Deutschen Hysterie vor.

Der EZB-Chefvolkswirt verwies gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" darauf, dass die Teuerungsrate in Deutschland im Mai wieder auf 1,2 Prozent gesunken ist.

Eine solch niedrige Inflationsrate habe es in den vergangenen Jahrzehnten der D-Mark nur ganz selten gegeben. In anderen Ländern des Euroraums spiele das Thema in der Öffentlichkeit fast keine Rolle.

Issing wandte sich gegen Vorschläge von Kritikern, die EZB solle ihre Vorstellungen über die Preisstabilität lockern. Das Ziel der Währungshüter, die Inflationsrate mittelfristig unter zwei Prozent zu halten, sei ambitioniert, aber nicht zu ehrgeizig. Nach Schätzungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat lag die jährliche Teuerungsrate im Euroland im Mai bei zwei Prozent.


Teuro: Seit Januar Preisschub von 4,8 Prozent

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