Abschied Bye Bye D-Mark

Als Zahlungsmittel sind sie nun wertlos. Dennoch entgehen etliche Scheine der nationalen Währungen dem Schredder. Sie dienen als Souvenir.

Frankfurt am Main - Beim endgültigen Abschied und zwei Monate nach der Euro-Bargeldeinführung sind in der Euro-Zone 85 Prozent der nationalen Banknoten durch neue Geldscheine ersetzt worden. Diese Quote werde sich nur noch wenig erhöhen, weil viele Scheine nicht mehr zurückgegeben würden, erklärte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt. Etliche nationale Banknoten seien verloren gegangen oder vernichtet, andere zur Erinnerung oder als Sammelobjekte aufbewahrt worden.

Der gesamte Bargeldumlauf ist seit Jahresbeginn deutlich von 403 auf 284 Milliarden Euro gesunken: Der Wert der noch verbliebenen nationalen Banknoten verringerte sich um 228 auf 42 Milliarden Euro. Der Wert der zirkulierenden Euro-Banknoten erhöhte sich im Gegenzug aber nur um 109 auf 242 Milliarden Euro.

Lob von Wim Duisenberg

"Die Bürger des Eurogebiets haben nicht den letzten Tag abgewartet, um den Euro anzunehmen", lobte EZB-Präsident Wim Duisenberg das Verhalten der Verbraucher im Euroland mit seinen mehr als 300 Millionen Einwohnern.

Die nationalen Zentralbanken werden alte Banknoten und Münzen noch lange Zeit gebührenfrei in Euro umtauschen. Ausländische Banknoten des Euro-Gebiets können noch bis zum 31. März bei den nationalen Notenbanken gewechselt werden.

Folgende Fristen gelten für den Umtausch nationaler Geldscheine und Münzen bei den Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets:

(Banknoten) Münzen

Deutschland: (unbegrenzt) unbegrenzt Belgien: (unbegrenzt) bis 31. Dezember 2004 Finnland: (10 Jahre) 10 Jahre Frankreich: (10 Jahre) 3 Jahre Griechenland: (10 Jahre) 2 Jahre Irland: (unbegrenzt) unbegrenzt Italien: (10 Jahre) 10 Jahre Luxemburg: (unbegrenzt) bis 31. Dezember 2004 Niederlande: (bis 1. Januar 2032) bis 1. Januar 2007 Österreich: (unbegrenzt) unbegrenzt Portugal: (20 Jahre) bis 31. Dezember 2002 Spanien: (unbegrenzt) unbegrenzt

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