Euro Lohnender Neujahrsspaziergang

Zahlreiche Sparkassen öffnen am ersten Januar, um den Sturm auf das neue Geld abzubremsen.

Frankfurt am Main - Ein Neujahrsspaziergang zur nächsten Sparkassenfiliale kann sich 2002 durchaus lohnen. Jeder vierte Bundesbürger möchte sich jüngsten Umfragen zufolge am ersten Eurotag das neue Bargeld abholen. Die Kreditwirtschaft stellt sich darauf mit Sonder-Öffnungszeiten für den Feiertag ein.

Großbankiers bleiben zu Hause

Zwar richtet sich das Serviceangebot der Banken in erster Linie an Gewerbetreibende, doch auch für Privatkunden wollen zahlreiche Geldinstitute am 1. Januar ihre Schalter öffnen. Vor allem die Sparkassen bedienen die Kunden je nach Konkurrenzsituation mit Frischgeld, während die Kassierer bei Großbanken wie HypoVereinsbank und Commerzbank am Feiertag in der Regel zu Hause bleiben dürfen. Viele Sparkassen planten an Neujahr auch für die Privatkunden zu öffnen, um lange Schlangen an den Geldautomaten zu vermeiden, sagt Reinhold Rickes, Euro-Experte vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

28 Prozent der Deutschen sind heiß aufs neue Geld

Nach der jüngsten Umfrage des Verbandes wollen 28 Prozent der Deutschen Euro-Bargeld gleich am ersten Tag von der Bank holen. Das seien fast so viele Kunden wie normalerweise im ganzen Monat Geld am Schalter abheben oder am Automaten ziehen würden. "Deshalb kann man gar nicht vermeiden, dass Geschäftsstellen öffnen", sagt Rickes.

Einheitliche Öffnungszeiten gibt es bei den Sparkassen am ersten Januar nicht: In Köln arbeiten 135 Kreis- und 99 Stadtsparkassen ab elf Uhr bis nachmittags. Bei der Haspa in Hamburg bleiben dagegen die Schalter geschlossen. Die Geschäftsstellen der Frankfurter Sparkasse 1822 beraten noch über den ersten Januar. Fest steht bereits: In der ersten Januarwoche einschließlich Samstag verlängert die 1822 die Öffnungszeiten.

Bei den Genossenschaftsbanken stellt man sich auf den Bedarf kleiner Gewerbetreibender ein. "Es wird für Firmenkunden gearbeitet, um deren Bargeldversorgung sicherzustellen", sagt Regine Kreitz vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken.

Von Anja Kreisel/Reuters

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