Sberbank nicht betroffen EU schließt sieben russische Banken von Swift aus

Die EU hat Details zu ihren Finanzsanktionen gegen Russland veröffentlicht. Sieben Geldhäuser werden in zehn Tagen von Swift ausgeschlossen. Ausgenommen ist die Sberbank, über die viele Öl- und Gaslieferungen abgewickelt werden.
Die VTB Bank: Die zweitgrößte Bank Russlands wird wie die VEB, Otrkitie und Rossiya vom internationalen Zahlungssystem Swift gesperrt.

Die VTB Bank: Die zweitgrößte Bank Russlands wird wie die VEB, Otrkitie und Rossiya vom internationalen Zahlungssystem Swift gesperrt.

Foto: EVGENIA NOVOZHENINA / REUTERS

Die Europäische Union hat die Namen der Banken veröffentlicht, die von ihren Finanzsanktionen gegen Russland betroffen sein sollen. Sieben russische Banken sollen demnach vom internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen werden, wie am Mittwoch aus dem Amtsblatt der EU hervorging. Zu den Instituten gehören die VTB Bank, die zweitgrößte des Landes, sowie VEB, Otrkitie und Rossiya. Sie sollen nun zehn Tage Zeit bekommen, um ihre Swift-Verbindungen herunterfahren zu können.

Ein hochrangiger EU-Vertreter sagte, die sieben Geldhäuser seien wegen ihrer engen Verbindungen zum Staat ausgewählt worden. Gegen staatliche Banken gelten bereits seit der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 Sanktionen.

Nicht auf der neuen Liste der EU finden sich die Sberbank - die Nummer eins in Russland - sowie die Gazprombank. Über sie werden die meisten der Öl- und Gaslieferungen Russlands abgewickelt, auf die Europa trotz des Ukraine-Kriegs weiterhin nicht verzichten will. Der EU-Vertreter sagte, es sei nicht einfach, nur Energiegeschäfte abzutrennen.

Die EU, die USA, Großbritannien und Kanada hatten am Samstag entschieden, russische Banken von Swift abzuschneiden, damals aber noch keine Namen genannt. Swift hat rund 11.000 Mitglieder. Pendants in China und Russland sind im Vergleich klein. Bei Überweisungen innerhalb Russlands wird Swift beispielsweise für etwa 70 Prozent der Transaktionen genutzt.

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte in Berlin, es sei eine transatlantische Arbeitsgruppe geplant, um die Durchsetzung der Sanktionen gegen Russland zu koordinieren. Daran beteiligt werden sollen die EU-Kommission, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA und Kanada.

dri/reuters