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"Es war sehr lecker"

Mitsubishi-Lenker Eckrodt lernt japanische Sitten
aus manager magazin 2/2001

Seit dem 5. Januar ist Rolf Eckrodt (58) Chief Operating Officer von Mitsubishi Motors. Er soll mit CEO Takashi Sonobe den angeschlagenen Autohersteller sanieren. mm sprach mit ihm über seinen Start in Japan:

Wie war Ihr erster Arbeitstag?

Vor rund 2000 Mitsubishi-Motors-Kollegen habe ich gemeinsam mit Herrn Sonobe die traditionelle Neujahrsansprache gehalten.

In welcher Sprache?

In Englisch. Am Anfang und Schluss der Rede habe ich ein paar japanische Worte einfließen lassen. Die Schlussbemerkung "Issho ni gambarimasho" (Packen wir es an) kam offensichtlich ganz gut an. Die meisten haben gelächelt.

Auch Herr Sonobe?

Ja. Wir kommen sehr gut miteinander aus. Jeden Morgen haben wir einen Jour fixe, der zwischen 30 und 60 Minuten dauert. Unsere Büros liegen nebeneinander, und so können wir uns schnell zusammensetzen, wenn etwas Dringendes anliegt. Ich bin überwältigt, wie warmherzig mich das japanische Management aufgenommen hat. Es fällt nicht schwer, sich wohl zu fühlen.

Gilt das auch für Tokio?

Tokio ist eine echte Weltstadt, sehr sauber und hervorragend organisiert. Aber es wird noch einige Zeit dauern, bis ich mich zurechtfinden werde.

Lernen Sie Japanisch?

Das habe ich vor, aber im Moment hat die Sanierung der Firma Priorität.

Waren Sie mit Ihren engsten Mitarbeitern schon abends - wie es sich in Japan gehört - essen und trinken?

Das gesellige Beisammensein nach einem intensiven Arbeitstag gehört in Japan dazu. Wer mich kennt, weiß, dass ich damit keine Probleme habe.

Hat es Ihnen geschmeckt?

Totemo oishikatta. Das heißt: Es war sehr lecker.

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