Mittwoch, 1. April 2020

Wintershall-Dea-Zusammenschluss Börsengang erst im zweiten Halbjahr 2020

Börsengang: Wintershall-Dea geht frühestens im zweiten Halbjahr 2020 an die Börse
picture alliance / Uwe Zucchi/dp
Börsengang: Wintershall-Dea geht frühestens im zweiten Halbjahr 2020 an die Börse

Nach dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Wintershall mit dem Öl- und Gaskonzern Dea soll das neue Unternehmen frühestens im zweiten Halbjahr 2020 an die Börse gebracht werden. Das kündigte BASF Börsen-Chart zeigen am Dienstag in Ludwigshafen an. Bislang hieß es, Wintershall-Dea solle "mittelfristig" an die Börse gehen.

Der Abschluss der Transaktion wird unverändert für das erste Halbjahr dieses Jahres erwartet. Die Vorbereitungen für die Integration verliefen nach Plan, die Zustimmung der Behörden zu dem Zusammenschluss würden jetzt erwartet. Wintershall-Dea würde damit zu Europas größtem unabhängigen Gas- und Ölproduzenten.

Das kostet aber auch viele Arbeitsplätze: Von den insgesamt weltweit 4200 Stellen sollen rund 1000 abgebaut werden, teilte Wintershall in der vergangenen Woche mit. Allein in Deutschland sollen 800 Stellen wegfallen, vor allem in Hamburg und Kassel. Der DEA-Standort in Wietze in Niedersachsen soll ganz geschlossen werden. 200 weitere Stellen gehen in Norwegen verloren.


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BASF hatte Ende 2017 angekündigt, sein Öl- und Gasgeschäft mit Dea zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammenschließen zu wollen. An diesem soll BASF zunächst 67 Prozent und die Investorengruppe LetterOne um den russischen Dea-Eigner Michail Fridman 33 Prozent halten. Später soll der Anteil von BASF noch vor dem Börsengang auf 72,7 Prozent steigen. Das Öl- und Gasgeschäft ist bereits nicht mehr im Umsatz und Ergebnis von BASF enthalten.

rtr/akn

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