Verstaatlichter Energiekonzern Jutta Dönges wird Finanzchefin bei Uniper

Die frühere Goldman-Sachs-Bankerin Jutta Dönges wird neue Finanzchefin des verstaatlichten Energiekonzerns Uniper. Am 1. März tritt sie die Nachfolge von Tiina Tuomela an und wird dafür ihren erst im Dezember übernommenen Sitz im Aufsichtsrat wieder abgeben.
Der Bund besitzt 99,1 Prozent der Anteile: Energiekonzern Uniper

Der Bund besitzt 99,1 Prozent der Anteile: Energiekonzern Uniper

Foto: INA FASSBENDER / AFP

Der in der Gaskrise vom Staat aufgefangene Energiekonzern Uniper hat eine neue Finanzchefin gefunden. Die seit Dezember für den Bund im Aufsichtsrat sitzende Finanzexpertin Jutta Dönges (49) soll in den Vorstand wechseln und dort ab dem 1. März 2023 für die Finanzen verantwortlich sein, wie Uniper am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Dort folgt sie auf Tiina Tuomela (56), die ihren Abschied bereits im Dezember 2022 angekündigt hatte.

Dönges war bis vor Kurzem Geschäftsführerin der Finanzagentur des Bundes in Frankfurt, die die Schuldenaufnahme Deutschlands managt. Uniper gehört zu 99,1 Prozent dem Bund. Infolge der Schieflage auf den Gasmärkten wegen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine war der Konzern verstaatlicht worden.

Erst kürzlich hatte auch Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach (60) seinen Rücktritt angekündigt. Uniper müsse strategisch neu ausgerichtet werden, es sei der richtige Zeitpunkt für ein neues Vorstandsteam, erklärte Maubach am 10. Januar 2023. Er will aber noch im Amt bleiben, bis seine Nachfolge geregelt ist.

Maubach war Ende März 2021 zum Vorstandsvorsitzenden von Uniper ernannt worden. Mit ihm werde auch der für das Tagesgeschäft zuständige Manager David Bryson (55) das Unternehmen verlassen. Für die neuen Vorstände und Aufsichtsräte bei Uniper gelten mit der Übernahme Vergütungsbeschränkungen.

hr/dpa, reuters
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