Montag, 18. November 2019

Eon-Tochter erhöht Dividende Uniper macht sich hübsch für Übernahme

Eon-Tochter Uniper: Mindestens eine Milliarde Euro Gewinn in diesem Jahr

Der Energiekonzern Uniper blickt nach dem ersten Halbjahr optimistischer auf die Geschäftsentwicklung. Die frühere Eon-Tochter erwartet 2017 nun einen operativen Gewinn von mindestens einer Milliarde Euro und stellte den Anlegern am Dienstag eine höhere Dividende in Aussicht. Der Gewinn nach Anteilen Dritter stieg im ersten Halbjahr auf 967 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern nach hohen Abschreibungen auf Kraftwerke und Speicher noch einen Verlust von 3,9 Milliarden Euro eingefahren.

"Uniper hat sich im ersten Halbjahr 2017 ausgesprochen solide entwickelt", sagte Vorstandschef Klaus Schäfer. Daher könne die Ergebnisprognose eingegrenzt werden. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) solle bei 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro liegen.

Bislang hatte der Versorger 0,9 bis 1,2 Milliarden Euro angepeilt. Die Dividende solle um 25 Prozent statt um 15 Prozent steigen, womit die Anleger 69 Cent je Aktie erhalten würden. Die Uniper-Aktie stieg im frühen Handel um rund drei Prozent.

Operativer Gewinn geht leicht zurück - Eon will Anteil abstoßen

Im operativen Geschäft gab es jedoch Licht und Schatten. Während Uniper in der Stromerzeugung in Europa und Russland zulegen konnte, brach das Ergebnis im schwankenden Handelsgeschäft um gut drei Viertel ein. Hier hatte Uniper allerdings im Vorjahreszeitraum einen hohen Einmaleffekt durch günstigere Gaslieferverträge verbucht.

In der europäischen Erzeugung profitierte der Versorger von geringeren Abschreibungen. Zum besseren Ergebnis in Russland trug vor allem eine Versicherungszahlung bei, die Uniper nach dem Brand in seinem sibirischen Kraftwerke Berjosowskaja verbuchte.

Der Energiekonzern Eon hatte im vergangenen Jahr Uniper an die Börse gebracht. Eon hält noch 47 Prozent. Vorstandschef Johannes Teyssen will die Beteiligung mit einem Wert von derzeit rund drei Milliarden Euro ab 2018 abstoßen.

Uniper gilt auch daher als möglicher Übernahmekandidat. Interesse wird unter anderem dem finnischen Versorger Fortum nachgesagt.

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