Stromproduktion blockiert RWE schaltet Großkraftwerk wegen Kohlemangel ab

Aktivisten des Protestbündnisses "Ende Gelände" bei einer früheren Blockade

Aktivisten des Protestbündnisses "Ende Gelände" bei einer früheren Blockade

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Schaufelradbagger und Geisterdörfer: Wie die Braunkohle das Rheinland prägt

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Umweltaktivisten haben am Mittwoch die Kohlezufuhr zum Braunkohlekraftwerk Weisweiler bei Aachen besetzt. Die Betriebsüberwachung habe am frühen Morgen die vermummten Personen auf dem Gelände entdeckt und die Polizei alarmiert, teilten die Beamten mit. Der Energiekonzern RWE (Kurswerte anzeigen) hat deshalb mehrere Blöcke seines Braunkohlekraftwerks Weisweiler bei Aachen vom Netz genommen.

Braunkohle-Kraftwerk Weisweiler

Braunkohle-Kraftwerk Weisweiler

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Es laufe nur noch ein 300-Megawattblock der Anlage, die insgesamt eine Kapazität von 1800 Megawatt habe, sagte ein RWE-Sprecher. "Das ist ein schwerer Eingriff in die Stromversorgung." Die Polizei habe die Zufahrt inzwischen geräumt. Die Blöcke würden wohl in einigen Stunden wieder ans Netz gehen.

Die Polizei hat inzwischen 13 Klimaaktivisten festgenommen. Die Umweltschützer hatten nach eigenen Angaben eine Bandanlage und einen kleineren Bagger am Kohlebunker des Kraftwerks in Nordrhein-Westfalen besetzt. Die Polizei war mit Spezialisten einer technischen Einheit im Einsatz, die die Angeketteten loslösten. Sie ermittelt wegen der Störung öffentlicher Betriebe und wegen Hausfriedensbruchs.

In Bonn läuft noch bis Freitag die Weltklimakonferenz. Dabei geht es um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Von Mittwoch an wird dort auf Ministerebene verhandelt.

Klimaschützer und Umweltaktivisten fordern seit Jahren einen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Sie kritisieren vor allem den hohen Kohlendioxidausstoß der Kraftwerke. Im rheinischen Braunkohlerevier gab es zuletzt wiederholt Proteste gegen den weiteren Kohleabbau durch den Tagebaubetreiber RWE. Erst Anfang November drangen Aktivisten in den Tagebau Hambach ein.

nis/dpa-afx/AFP/rtr
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