Umsatz halbiert Solarkrise trifft Zulieferer hart

Überkapazitäten, Preisdruck, Handelsstreit mit China: Die Krise der deutschen Solarbranche schlägt auch auf die Zulieferer durch. Ihre Umsätze haben sich knapp halbiert. Die Branche gibt sich dennoch optimistisch. 
Solarkraftwerk in China: 90 Prozent der Umsätze kommen aus dem Ausland, besonders aus Asien

Solarkraftwerk in China: 90 Prozent der Umsätze kommen aus dem Ausland, besonders aus Asien

Foto: CHINA DAILY/ REUTERS

Frankfurt am Main - Die Krise der Solarbranche trifft die Photovoltaik-Zulieferer aus dem Maschinenbau immer härter. Im ersten Halbjahr 2013 habe sich der Umsatz der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für Photovoltaik (PV) zum Vorjahreszeitraum nahezu halbiert, berichtete der Maschinenbauverband VDMA.

Damit setzte sich die seit 2011 anhaltende Talfahrt der PV-Zuliefererbranche fort. Ursachen sieht der Verband vor allem in den Überkapazitäten, dem hartem Kosten- und Preisdruck sowie den zahlreichen Handelskonflikten der Solarindustrie.

"Die erste Jahreshälfte brachte nur wenige Impulse für den PV-Maschinenbau und war aufgrund der andauernden Handelskonflikte von großer Unsicherheit geprägt", sagte Peter Fath, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Nachdem die Europäische Union und China ihren Konflikt über Importzölle auf Solarmodule und ihrer Kernkomponenten Ende Juli beigelegt hätten, spüre die Branche aber wieder erste positive Signale: "Es wird allerdings noch ein wenig Geduld brauchen, bis sich diese in Auftragseingang und Umsatz ummünzen lassen."

Erholung für 2014 erwartet

Trotz des Umsatzeinbruchs: Mit einem Weltmarktanteil von knapp 42 Prozent konnten deutsche Unternehmen ihre Wettbewerbsposition verteidigen. Die Betriebe erwirtschafteten von Januar bis Juni gut 90 Prozent ihrer Umsätze im Ausland, vor allem in Asien.

Zwar sind auch die Orderbücher nur schwach gefüllt. Dennoch sieht der Verband die Perspektive der deutschen PV-Zulieferer positiv. Fath erwartet, dass das Geschäft im kommenden Jahr wieder anzieht.

mahi/dpa-afx
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