Samstag, 28. März 2020

Stromspeicher-Hersteller gehen in die Offensive Der Kampf um Deutschlands Keller ist eröffnet

2. Teil: Die etablierten Autohersteller: Mercedes-Stern im Heizungskeller

Dieter Zetsche (Daimler): Mecerdes-Benz Energy vertreibt Hausakkus aus Sachsen

Die Idee ist bestechend einfach: Wenn sich Elektroautos zunehmend durchsetzen, werden Fahrzeughersteller zugleich zu Batterie-Spezialisten. Was liegt da näher, Skaleneffekte zu erzeugen, indem die Firmen nicht nur Autoakkus, sondern auch Heimspeicher anbieten?

Am weitesten vorgewagt von den etablierten Herstellern hat sich bei diesem Thema Daimler Börsen-Chart zeigen. Unter dem Namen Mercedes-Benz Energy vertreibt der Autobauer Hausakkus aus der eigenen Batteriefabrik in Sachsen. Die Geräte sollen auch Lastspitzen abfedern, wenn Elektroautos in der Garage geladen werden.

Konkurrent BMW Börsen-Chart zeigen hegt ähnliche Pläne. Außerdem wollen die Münchener älteren Akkus aus ihren Fahrzeugen ein zweites Leben in Häusern geben, wo sie weniger stark beansprucht werden.

Fachleute sind sich nicht einig darüber, ob sich die gewünschten Synergien so einfach heben lassen, wie es den Automanagern vorschwebt. So benötigen Fahrbatterien prinzipiell eine andere Zellchemie und eine andere Zell-Architektur als Hausspeicher. Auf der anderen Seite sind die Rohstoffe oft dieselben.

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