Sonntag, 16. Juni 2019

Insiderverkäufe Solarworld-Chef Asbeck schmeißt fast sechs Millionen Aktien auf den Markt

Sackt rund drei Millionen Euro ein: Vorstandschef Frank Asbeck hat Aktien der Solarworld verkauft, bleibt aber weiter Großaktionär

Die Rettung seines Solarmodulherstellers hat Solarworld-Chef Frank Asbeck mit großen Worten gefeiert. Nun profitiert er erst einmal persönlich davon - durch Aktienverkäufe erlöst er rund drei Millionen Euro

Hamburg - Frank Asbeck, Vorstandschef der angeschlagenen Solarmodul-Hersteller Solarworld AG, hat in der vergangenen Woche fast sechs Millionen seiner Aktien verkauft. Dafür strich er etwa drei Millionen Euro ein. Das geht aus einer Stimmrechtsmitteilung des Konzerns und Angaben auf dem Informationsportal insiderdaten.de hervor.

Der Schritt Asbecks fällt mitten hinein die heiße Phase der Sanierung des Konzerns. Erst kürzlich hatte das Kölner Oberlandesgericht den Plan durchgewunken, wonach Aktionäre auf einen Großteil ihres Kapital verzichten müssen und dafür 55 Prozent der Altschulden in Aktien gewandelt werden. Asbeck hatte zugesagt, sich an einer dann folgenden Kapitalerhöhung mit zehn Millionen Euro seines privaten Vermögens zu beteiligen, um dann rund 20 Prozent an Solarworld zu halten.

Rund ein Drittel der zehn Millionen Euro dafür hat er nun eingespielt. Sein Anteil sinkt auf knapp unter 20 Prozent, wird nach dem Kapitalschnitt aber weiter absacken - bevor er dann im Zuge der folgenden Kapitalerhöhung wieder steigen wird.

soc

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