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Siemens strebt an die Spitze: Die Top Ten der Windradbauer

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Siemens zahlt Gamesa-Aktionären eine Milliarde Sonderdividende Siemens und Gamesa einigen sich auf Windkraft-Fusion

Schon lange buhlt Siemens um den spanischen Windanlagenbauer Gamesa. Nun übernehmen die Münchener 59 Prozent an dem spanischen Konzern. Damit stößt Siemens an die Spitze der weltgrößten Windturbinenbauer.

Siemens und der spanische Windkraftkonzern Gamesa haben sich auf eine Zusammenlegung ihrer Windkraftsparten geeinigt. Der deutsche Elektrokonzern übernimmt dafür 59 Prozent der Aktien an den Spaniern, der Rest verbleibt bei den Gamesa-Aktionären, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten.

Siemens  zahlt je Gamesa-Aktie zudem rund 3,75 Euro in bar an die Gamesa-Anteilseigner - bei knapp 280 Millionen Aktien sind das rund 1,05 Milliarden Euro, die in Form einer Sonderdividende ausgezahlt werden.

Die Unternehmen versprechen sich aus dem Zusammenschluss Einsparungen von jährlich rund 230 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern ab dem vierten Jahr nach Abschluss des Deals.

Mit der Fusion entsteht der weltweit führende Anbieter von Windrädern mit einem Umsatz von rund 9,3 Milliarden Euro, das Unternehmen soll seinen Sitz in Spanien haben. Die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen

"Das Beste in der Windkraft kommt erst noch"

Siemens und Gamesa hatten sich bereits im Februar im Grundsatz auf die Zusammenlegung ihrer Windkraftaktivitäten geeinigt, doch galt das komplizierte Beteiligungsgeflecht um Gamesa als Knackpunkt des Deals. Mit dem französischen Energiekonzern Areva zusammen unterhält Gamesa ein Joint Venture für Offshore-Windkraftanlagen.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte erst kürzlich deutlich gemacht, dass er weiter stark auf das Geschäft mit der Windkraft setzt - die Kosten für Windkraft könnten noch um 40 Prozent sinken. "Das Beste in der Windkraft kommt erst noch", sagte er auf einer Investorenveranstaltung

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rei/Reuters