Siemens Energy Christian Bruch wird Verwaltungschef bei Gamesa

Siemens Energy will seine strauchelnde Windanlagentochter Gamesa ganz übernehmen. Energy-Chef Christian Bruch wird jetzt bereits Verwaltungsratschef von Siemens Gamesa.
Neuer Vorsitz im Verwaltungsrat von Siemens Gamesa: Siemens Energy-Chef Christian Bruch ersetzt Miguel Lopez

Neuer Vorsitz im Verwaltungsrat von Siemens Gamesa: Siemens Energy-Chef Christian Bruch ersetzt Miguel Lopez

Foto: RALPH ORLOWSKI / REUTERS

Der vor der Übernahme durch den Mutterkonzern Siemens Energy stehende Windanlagenbauer Siemens Gamesa bekommt einen neuen Verwaltungsratsvorsitzenden. Siemens Energy-Chef Christian Bruch (52) ersetzt Miguel Lopez (57), teilten die Spanier am Donnerstagabend mit. Der Wechsel sei der nächste logische Schritt in der Übernahme von Gamesa durch Siemens Energy und dessen Integration in den Mutterkonzern.

Die spanische Windkrafttochter Siemens Gamesa und der Rückzug aus Russland haben den Energietechnik-Konzern Siemens Energy tief in die roten Zahlen gerissen. Der Nettoverlust stieg im Geschäftsjahr 2021/22 auf 647 (Vorjahr: minus 560) Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte.

Diverse Gewinnwarnungen, hohe Verluste und zunehmender Kapitalbedarf haben das Unternehmen in einen Schadensfall der deutschen Industrie verwandelt.

Um die seit Jahren anhaltenden Probleme endlich in den Griff zu bekommen, will Siemens Energy nun die restlichen Anteile an der in Spanien börsennotierten Tochter übernehmen, an der sie bereits zwei Drittel hält. Nach der Freigabe der spanischen Börsenaufsicht hat die bis kurz vor Weihnachten laufende Angebotsfrist begonnen. Ziel ist es, Gamesa von der Börse zu nehmen. Die Integration von Gamesa stehe "nun im Fokus", erklärte der Siemens Energy-Chef.

sio/dpa-afx
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