Milliardengewinne Shell verzichtet auf Gasumlage

Nach RWE hat auch der Energiekonzern Shell angekündigt, die geplante Gasumlage nicht in Anspruch zu nehmen. Der britische Konzern schwimmt nur so im Geld. Dank der hohen Öl- und Gaspreise fährt er Milliardengewinne ein.
Sprudelnde Gewinne: Shell verdient derzeit mit Öl- und Gas Milliarden. Die Hilfen der Gasumlage will der Konzern erst einmal nicht in Anspruch nehmen

Sprudelnde Gewinne: Shell verdient derzeit mit Öl- und Gas Milliarden. Die Hilfen der Gasumlage will der Konzern erst einmal nicht in Anspruch nehmen

Foto: WOLFGANG RATTAY / REUTERS

Der Energiekonzern Shell will kein Geld aus der geplanten Umlage zur Rettung systemrelevanter Gasimporteure einfordern. Die Mehrkosten für den Gaseinkauf übernimmt das Unternehmen erst einmal selbst. Wie Shell Deutschland am Sonntag in Hamburg mitteilte, registrierte sich das Unternehmen gar nicht erst für entsprechende Zahlungen und wird folglich auch darauf verzichten, diese in Anspruch zu nehmen. Der Ölkonzern fährt wegen der hohen Energiepreise Rekordgewinne ein.

Zuvor hatte bereits der Energiekonzern RWE erwogen zunächst darauf zu verzichten. "RWE ist ein finanzstarkes und robustes Unternehmen. Wir erwägen daher, bis auf Weiteres darauf zu verzichten, unsere Verluste aus der Gasersatzbeschaffung für diese Umlage geltend zu machen", sagte RWE-Chef Markus Krebber (49).

Die Umlage soll von Oktober an greifen und Gasimporteuren wie Uniper zugutekommen, die seit Monaten zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende Gasmengen aus Russland kaufen müssen. Sie können diese Mehrkosten aber bisher nicht weitergeben. Die Gasumlage soll das ändern.

dri/ dpa-afxp
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