Ölkonzern warnt Shell-Gewinn bricht um 40 Prozent ein

Mit einer Gewinnwarnung für das vierte Quartal schockt Shell die Märkte und berichtet zugleich über einen drastischen Gewinneinbruch für das abgelaufene Jahr. Die Aktie gibt deutlich nach.
Kerosin-Tanks von Shell: Die Gewinnmargen im Downstream-Geschäft - etwa bei den Raffinerien und beim Verkauf von Benzin - seien schwach gewesen

Kerosin-Tanks von Shell: Die Gewinnmargen im Downstream-Geschäft - etwa bei den Raffinerien und beim Verkauf von Benzin - seien schwach gewesen

Foto: Achim Scheidemann/ dpa

London - Schlechte Nachrichten von Shell: Im vergangenen Jahr hat der britisch-niederländische Öl-Konzern einen massiven Gewinneinbruch verbucht, wie er am Freitag mit überraschend vorgezogenen Zahlen mitteilte. Unter dem Strich standen noch 16,4 Milliarden US-Dollar (rund 12 Milliarden Euro), ein Einbruch um fast 40 Prozent.

Im vierten Quartal werde der Gewinn auf vergleichbarer Basis ohne Sonderposten voraussichtlich bei rund 2,9 Milliarden Dollar liegen, warnte der europäische Branchenprimus am Freitag zugleich. Die Aktie von Shell  gab zu Handelsbeginn am Freitag knapp 4 Prozent nach.

Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet - aber nicht in diesem Ausmaß. Ursprünglich wollte Shell sein Zahlenwerk erst am 30. Januar vorlegen.

"Unsere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2013 entsprechen nicht dem, was ich von Shell erwarte", sagte Unternehmenschef Ben van Beurden laut Mitteilung. Die Gewinnmargen im verbrauchernahen Downstream-Geschäft - etwa bei den Raffinerien und beim Verkauf von Benzin - seien schwach gewesen. Höhere Kosten und geringere Volumen im Upstream-Geschäft, also der Erschließung und Förderung von Öl und Erdgas, haben ebenso belastet.

rei/dpa

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