Mittwoch, 8. April 2020

Niedrige Öl- und Gaspreise Shell halbiert Gewinn, Aktie knickt ein

Shell-Raffinerie bei Köln: Sinkende Margen im Raffinerie-Geschäft sowie niedrige Öl- und Gaspreise belasten

Der Mineralölkonzern Shell hat wegen der schwächelnden Weltwirtschaft weniger Geld verdient. Weil das britisch-niederländische Unternehmen zuletzt unter niedrigeren Öl- und Gaspreisen litt, brach der Gewinn 2019 im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Drittel auf rund 15,8 Milliarden US-Dollar (14,4 Milliarden Euro) ein, wie Shell am Donnerstag bei der Vorlage der Jahresbilanz mitteilte.

Bereits im Dezember hatte Shell mitgeteilt, dass die Konjunkturschwäche im vierten Quartal am Gewinn zehre. Neben schwächeren Geschäften mit Ölprodukten sowie Gas und Flüssiggas hatte Shell unter anderem auch Probleme mit niedrigeren Margen im Chemikalien- und Raffinerie-Geschäft.

Die Gewinnhalbierung im Quartal bei Shell gefällt den Anlegern gar nicht. Die Aktien fallen an der Londoner Börse um bis zu 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Der Konzern tritt deswegen auch bei seinen geplanten milliardenschweren Aktienrückkäufen auf die Bremse.

la/reuters

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